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Doka-Dienstleistungen
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Neues Leichtathletik-Stadion in Kuwait:
Kletternde Freivorbauschalung spart Material und Kosten
In der Nähe der kuwaitischen Hauptstadt entsteht das Jaber Al-Ahmed International Stadium auf einer Grundfläche von 400.000 m². Für das „Skelett“ des Stadions, bestehend aus 52 Wandscheiben mit schräg auskragenden Zahnbalken, liefert Doka unterstellungsfreie Schalungslösungen. Eine Besonderheit ist die speziell für die Zahnbalken entwickelte kletternde Freivorbauschalung. Sie bringt größte Einsparungen an Material und Arbeitszeit im Vergleich zu einer vollständigen Unterstellung.
Regionale Handelsschiffe in traditioneller Holzbauweise inspirierten das Architekturbüro Weidleplan Consulting GmbH bei der Planung des Stadions. Es weist einen Durchmesser von 250 m auf und ist an zwei gegenüberliegenden Seiten elegant nach oben geschwungen. Seine Tribünen bieten 60.000 Personen Platz, 6.000 PKW-Stellplätze und ein Helikopterlandeplatz stehen für Anreisende zur Verfügung. Das bauausführende Joint Venture bestehend aus Mohammed Abdulmohsin Al-Kharafi & Sons W.L.L. sowie Philipp Holzmann startete im Sommer 2004 mit den Arbeiten. Die Eröffnung ist für Dezember 2006 geplant. Für den Rohbau müssen 52 hohle Wandscheiben aus Ortbeton hergestellt werden. Am oberen Ende der Wände kragen Zahnbalken bis zu 50 m weit aus und ragen bis in 65 m Höhe. Sie tragen Dachkonstruktion und Tribünen und werden mit Querbalken, ebenfalls aus Stahlbeton, horizontal ausgesteift.
Kletternde Freivorbauschalung für 65 m hohe Zahnbalken
Die Wandscheiben werden mit 8 kompletten Schalungssätzen betoniert. Sie bestehen aus der Trägerschalung Top 50 auf Kletterkonsolen 150 F. Für die schräg auskragenden Zahnbalken wurde vom bauausführenden Joint Venture eine bedienungsfreundliche und windstabile Schalungslösung gefordert. Die Doka-Lösung vermeidet eine material- und kostenintensive Unterstellung der bis zu 65 m hohen Zahnbalken. Dafür wurde extra eine Freivorbauschalung entwickelt, die sich wie eine Kletterschalung umsetzen lässt. Sie ermöglicht enorme Einsparungen an Unterstellungsmaterial und Lohnkosten.

Im Gegensatz zu einer „klassischen“ Kletterschalung für vertikale Wände muss das System neben seinem Eigengewicht und der Windbelastung auch das Frischbetongewicht aufnehmen und in den bereits ausgehärteten Abschnitt einleiten. Für jeden Schalungssatz werden Elemente der Trägerschalung Top 50 auf 2 Stahlträgern aufgebaut. Die Stahlträger sind an der Unterseite des Zahnbalkens in zwei Kletterschuhen aufgehängt. Nach oben wird das ganze System mit 10 m langen Ankerstäben zurückgespannt. Die beiden 36-mm-Ankerstäbe mit einer Bruchlast von 100 Tonnen beginnen am äußersten Ende des Schalungssatzes und enden in der Rückspanneinheit. Diese besteht aus Stahlprofilen, die an der Oberseite des Zahnbalkens im Beton verankert sind. Sie leiten die 70 Tonnen Frischbetonlast in den bereits fertiggestellten Abschnitt ein.

Aufgrund der großen Höhe müssen sämtliche Schalarbeiten besonders sicher ausführbar sein. Deshalb ist die Doka-Schalungslösung mit speziell geplanten Arbeitsbühnen ausgestattet. Jeder Schalungssatz verfügt über zwei Seitenbühnen zum Lösen bzw. Fixieren der Rückspannung, der Schalungsanker und zum Einbringen des Betons. Treppenartige Bühnenbeläge sorgen für sicheres Arbeiten auf den stark geneigten Bühnen. An der Unterseite der Zahnbalken dienen 3 unterschiedliche Bühnenebenen zum Bedienen der Außenschalung, zum Lösen bzw. Fixieren der unteren Rückspannstelle sowie zum Versetzen der Aufhängeschuhe. Stirnseitig ist eine Bühne zur Bedienung der Innenschalung, zum Bewehren und zum Betonieren angebracht.
Zeitsparender Umsetzvorgang durch Klettertechnik
Die kletternde Freivorbauschalung bringt größte Einsparungen bei Zeit und Material im Vergleich zu einer vollständigen Unterstellung der Zahnbalken. Zudem ist die Bedienung des Doka-Systems denkbar einfach: Nach dem Lösen der Schalungsanker lassen sich die Wandelemente etwa 10 cm vom ausgehärteten Beton wegkippen. Das System wird am Kran gesichert und die Ankerstäbe der Rückspannung gelöst. Der Kran hebt die 14 Tonnen schwere Schalungseinheit in den nächsten Abschnitt, wo sie in den bereits vormontierten Aufhängeschuhen einrastet. Anschließend versetzt man auch die Rückspanneinheit in den nächsten Abschnitt und fixiert die 10 m langen Ankerstäbe. Nun können die Bewehrungsarbeiten des nächsten Abschnitts beginnen. Nach dem Bewehren wird die Bodenplatte des Zahnbalkens betoniert, die Innenschalung montiert und mit der Außenschalung geankert. Für die Innenschalung wurden die Holzschalungsträger durch platzsparende Stahlprofile ersetzt. Damit wird in den engen Schächten eine ausreichende Durchstiegsmöglichkeit gewährleistet. Schließlich betoniert die Baustellenmannschaft die Wände und die Decke in einem Guss. Damit die starken Windböen den aushärtenden Beton nicht beeinträchtigen, stützt sich die Schalung seitlich mit einem Aussteifungsprofil am vorhergehenden Abschnitt ab. So wachsen die Zahnbalken im Wochentakt in 5 m langen Segmenten. Bis zu einer Länge von 38 m kommen sie mit der üblichen Bewehrung aus, die größten Zahnbalken mit Kraglängen bis zu 50 m müssen jedoch vorgespannt werden. Entsprechende Hüllrohre für die Spannlisenen werden bereits beim Bewehren miteingebaut.
60 Tonnen schwere Verbindungsbalken unterstellungsfrei geschalt
Um die Konstruktion des Stadions auszusteifen, müssen alle Zahnbalken horizontal miteinander verbunden werden. Diese Verbindungsbalken sind bis zu 14 m lang und weisen einen Z-förmigen Querschnitt auf. Da die Zahnbalken verschieden lang auskragen und unterschiedlich hoch sind, ist jeder Verbindungsbalken unterschiedlich geneigt und gedreht. Hier war eine effiziente und vor allem anpassungsfähige Schalungslösung gefragt. Doka lieferte insgesamt 4 Schalungssätze auf die Baustelle, die sich sowohl horizontal als auch vertikal den Anforderungen entsprechend anpassen lassen. Die 13,5 m langen Trägerschalungselemente liegen auf 60 cm starken Stahlträgern, die mit speziellen Konsolen zwischen den Zahnbalken montiert werden. Sie nehmen 60 Tonnen Frischbetonlast unterstellungsfrei auf.

Projektingenieur Adel Hamdy betreut den Schalungseinsatz von Beginn an und bestätigt: „Bei den Zahnbalken konnten wir durch die kletternde Schalungslösung auf aufwendige Unterstellungen vollkommen verzichten. Meine Mannschaft setzt die Schalungssätze schnell und einfach um. Durch die Doka-Niederlassung in Kuwait können wir zu jeder Zeit mit professioneller Unterstützung rechnen.“
Stadion Kuwait
Für die bis zu 50 m weit auskragenden Zahnbalken lieferte Doka eine unterstellungsfreie Schalungslösung. Die kletternde Freivorbauschalung spart dem bauausführenden Joint Venture umfangreiches Unterstellungsmaterial und Lohnkosten.
Stadion Kuwait
Die Schalung der Zahnbalken ist an der Unterseite in zwei Kletterschuhen aufgehängt. Nach oben wird das System mit 10 m langen Ankerstäben von der Rückspanneinheit gesichert. Sie leitet die 70 Tonnen Frischbetonlast in den bereits fertiggestellten Abschnitt ein.
Stadion Kuwait
Traditionelle hölzerne Handelsschiffe inspirierten die Architekten bei der Formgebung. Das Stadion mit einem Durchmesser von 250 m ist an zwei gegenüberliegenden Seiten elegant nach oben geschwungen.