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Der Kärntner Packabschnitt der A2 Südautobahn wurde in den 1980er Jahren als Sparversion errichtet. Der nun in Angriff genommene vierspurige Ausbau erfordert insgesamt neun neue Brückenbauwerke, von denen der 935 m lange „Talübergang Lavant“ mit Abstand das spektakulärste Projekt darstellt. Die acht Pfeiler entstehen schnell und sicher mit der geführten Kletterschalung GCS von Doka.
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Der Bau der ersten 1079 m langen Lavant-Talbrücke im Westen Kärntens war 1986 in allen Medien vertreten. Schließlich ist sie mit einer Höhe von 164,0 m nach der Europabrücke bei Innsbruck das zweithöchste Brückenbauwerk Österreichs. Dieses Prädikat gilt auch für das neue Projekt, das wieder von der Bauunternehmung Steiner-Bau GmbH aus St. Paul im Lavanttal errichtet wird. Die neue Brücke entsteht unmittelbar neben dem ersten Bauwerk und gleicht sich in der Optik stark an. Der Überbau ruht auf insgesamt acht Pfeilern, von denen vier als Doppelpfeiler ausgebildet sind. Die einzelnen Hohlpfeiler mit Grundflächen von 3,0 x 9,0 m und Wandstärken von 40 cm erreichen teilweise Höhen von 136 m. Vollausbau bis 2007! Wer den Baufortschritt der neuen Brückenpfeiler mittels der Doka-Kletterschalung GCS verfolgt, stellt diesen Termin keinesfalls in Frage.
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Parallel zu weltweit bewährten Doka-Systemen wie der Kletterschalung MF 240, der Selbstkletterschalung SKE oder der Plattform SCP gibt es seit der Bauma 2004 das neuentwickelte System GCS. Ein fest am Objekt geführtes Schalungssystem, das selbst während des Umsetzens immer am Bauwerk verankert bleibt. Dadurch gestalten sich Umsetzvorgänge selbst bei hohen Windstärken sehr sicher und mit nur einem Kranhub zugleich sehr schnell und wirtschaftlich. Ein zusätzlicher Vorteil: Werkzeuge und laufend benötigte Kleinteile müssen nicht abgeräumt werden – sie verbleiben beim Umsetzen auf der Bühne. Der Funktionsablauf ist logisch und einfach zugleich: Die gesamte Umsetzeinheit aus Klettergerüst, Arbeitsbühnen und Schalungselement wird mit ihren Profilschienen in vorbereiteten Aufhängeschuhen an der Wand entlang geführt. Ist diese Klettereinheit (für die Außenschalung) per Kran in ihre nächste Arbeitsposition gezogen, verankert sie sich über Schwerkraftklinken automatisch in den Aufhängeschuhen des nächsten Abschnittes. Nicht mehr als ein oder zwei Personen und der Kranfahrer werden für diesen Umsetzvorgang benötigt: Die Innenschalung steht auf einer Schachtbühne mit Schwerkraftklinken, die beim Höhersetzen mit dem Kran (jeweils beim Hubende) ebenfalls selbsttätig einklinken und dadurch ein sicheres Auflagern der Schachtbühne (in den vorgesehenen Aussparungen) ermöglicht.
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In Betonierabschnitten von je 4,50 m Höhe wachsen die Pfeiler der neuen Brücke aus dem Talgrund. In Verwendung steht ein Schalungssatz für einen Doppelpfeiler. Das Klettersystem GCS ist mit Elementen der bewährten Doka-Trägerschalung Top 50 ausgestattet, die für die insgesamt 98 Einsätze maßgeschneidert auf die Baustelle geliefert wurden. „Ein Betonierabschnitt täglich“ lautet die Planungsvorgabe für die vier Doppelpfeiler. Dabei wird abwechselnd am linken und am rechten Pfeilerschaft betoniert. Innerhalb von nur zweieinhalb bis drei Tagen wird ein kompletter Abschnitt des Doppelpfeilers geschalt, betoniert und die GCS-Kletterschalung in die nächste Position gebracht. Die beiden höchsten Doppelpfeiler mit 126,64 m und 136,36 m erhalten jeweils zwei 4,5 m hohe Querscheiben. Diese werden mit den Pfeilerschäften in einem Guss betoniert. Die dafür erforderliche Schalung ist auf Sonderkonsolen und einem IPB-Stahlträger gelagert.
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Der Vollausbau der 9,3 km langen „Autobahn-Sparversion“ ist im Herbst 2007 abgeschlossen. Für Kärnten ist dies nach Aussage des Landeshauptmannes Dr. Jörg Haider „...ein Projekt höchster Priorität, das eine wichtige innerösterreichische Verkehrsverbindung optimiert und zugleich mehr Sicherheit schafft...“. Schon im Juni 2004 konnte der zweiröhrig ausgebaute Gräberntunnel frei gegeben werden. Bereits bestehende Tunnelanlagen wurden nach dem Letztstand der RVS (Richtlinien für Verkehr und Straßenbau) nachgerüstet.
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| Das Tragwerk der Brücke entsteht im Freivorbau wobei ebenfalls Doka-Schalungssysteme im Einsatz stehen. |
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| Die erste Brücke des Talüberganges Lavant wurde im Sommer 1986 eröffnet. Die in „Sparversion“ mit je 2 Fahrstreifen pro Fahrtrichtung ausgeführte Brücke wird im Zuge des Vollausbaues der Südautobahn A2 mit einer zweiten Brücke ergänzt. Damit wird der Packabschnitt besonders während der stark frequentierten Reisezeit entlastet und die Verkehrssicherheit erhöht. Mit Doka-Schalungssystemen gehen die Arbeiten bei den Pfeilern und dem Tragwerk der neuen Brücke zügig voran. |
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| Mit dem geführten Klettersystem GCS von Doka entstehen die höheren vier der acht Doppelpfeiler für die zweite Brücke des Talüberganges Lavant. |
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