|
|
 |
 |
|
Das innovative TLS-Tischhubsystem von Doka für kranunabhängiges Höhersetzen von Deckentischen revolutioniert die Baustellenabwicklung und bringt deutliche Effizienzsteigerungen sowie mehr Flexibilität bei Schalungsarbeiten.
|
|
 |
 |
Der Flughafen Wien gleicht zur Zeit einer Großbaustelle. Kontinuierlich steigende Passagierzahlen und das ambitionierte Ziel, den Flughafen Wien zu einer der bedeutendsten Verkehrsdrehscheiben nach Osteuropa auszubauen, haben eine rege Bautätigkeit ausgelöst. Dieser Entwicklung trägt auch die heimische Fluglinie Austrian Airlines Rechnung und verlagert mit Sommer 2007 ihre Konzernzentrale von Wien-Oberlaa in den Officepark am Wiener Flughafen. Der von Wilhelm Holzbauer geplante zweite Bauteil des Office Park verfügt über 24.000 m² Bruttogeschossfläche auf acht Geschossebenen und ist durch einen Y-förmigen Grundriss definiert. Der Rohbau ist als Stahlbetonkonstruktion mit punktgestützten Flachdecken und aussteifenden Betonkernen ausgeführt. Mit der Bauausführung ist die Rudolf Gerstl GmbH als Generalübernehmer beauftragt. Gerstl verfügt über langjährige Erfahrungen in der Errichtung von Großprojekten und kann mit dem Handling Center West, dem Aircargo Center und dem Office Park Bauteil I auf drei erfolgreich abgewickelte Großprojekte am Flughafen Wien verweisen. Die Bauarbeiten wurden im Februar des vergangenen Jahres in Angriff genommen. Die Gesamtfertigstellung des rund 35 Millionen Euro teuren Bauvorhabens wird mit Juni 2007 erfolgen.
Die Vorgabe nach einer möglichst kurzen Rohbauzeit verlangte nach einer leistungsstarken und flexiblen Schalungslösung, die sowohl dem Anspruch nach maximaler Ausführungsqualität als auch einem zügigen und störungsfreien Baufortschritt gerecht wird. Die Rudolf Gerstl GmbH hat sich zur optimalen Abwicklung der anspruchsvollen Schalungsarbeiten für eine Komplettlösung von Doka entschieden. Die Geschossdecken wurden mit Dokamatic- und Dokaflex-Tischen geschalt, die Untergeschosse, Stiegenhäuser und Liftschächte mit Framax-Rahmenschalungen. Zur Herstellung der Stützen sind Doka RS-Stützenschalungen zum Einsatz gekommen. „Wir führen selbst eine große Anzahl an Doka-Deckentischen im Eigenbestand. Die technisch ausgereiften Doka-Schalungssysteme sind in Verbindung mit dem umfassenden Dienstleistungsangebot die optimale Wahl um Bauvorhaben termingerecht abwickeln zu können“, so Bauleiter Ewald Hiebler. Die extrem knapp bemessene Bauzeit machte zügige Betonierarbeiten erforderlich. Mit der Doka-Komplettlösung konnte die Basis für kurze Ausführungszeiten gelegt werden. 190 Doka-Deckentische waren für die Schalung der Regelgeschosse im Einsatz. Die 2200 m² großen Obergeschosse konnten im Wochentakt hergestellt werden. Pro Tag wurden bis zu 500 m² Deckenfläche geschalt.
|
 |
 |
Für die Optimierung der Schalungsarbeiten wurde auf der Baustelle Office Park Bauteil II erstmals das innovative Doka-Tischubsystem TLS für kranunabhängiges Höhersetzen von Deckentischen eingesetzt. Das Tischhubsystem ist in Ergänzung des Umsetzwagens mit Andockantrieb (für schnelles und müheloses Positionieren von Deckentischen) eine weitere bedeutende Innovation von Doka zur Optimierung der Arbeitsabläufe im Schalungseinsatz. Bei der eng bemessenen Bauzeit und der großen Anzahl an Deckentischen konnte die Leistungsfähigkeit des neuen Tischhubsystems in der Baupraxis eindrucksvoll unter Beweis gestellt werden.
Das innovative System leistet in Kombination mit Umsetzwagen und Andockantrieb einen bedeutenden Beitrag zur nachhaltigen Optimierung der Baustellenlogistik. Der Wechsel der Deckentische von einem Geschoss auf das nächst höhere erfolgt mit dem Tischhubsystem vollständig kranunabhängig. Das Höhersetzen der Deckentische ist einfach wie effizient: Die Deckentische werden mit dem Doka-Umsetzwagen aus ihrer ursprünglichen Position gelöst und auf die Hebebühne gefahren. Der Hubvorgang selbst dauert nur rund 20 Sekunden. Im darüber liegenden Geschoss nimmt ein zweiter Arbeiter den Deckentisch entgegen und manövriert ihn mit dem Umsetzwagen in die vorgesehene Position. Nach dem Höhersetzen aller Deckentische eines Abschnitts wird das Tischhubsystem mittels Kran auf die nächste Geschossebene gehoben.
„Die einfache Handhabung des Tischhubsystems hat mich positiv überrascht. Durch das Höhersetzen der Deckentische ohne Kran haben wir Kosten gespart, die Rohbauzeit deutlich verkürzt und den Bauablauf insgesamt verbessert“, zeigt sich Polier Gerhard Hollensteiner vom Doka-Tischhubsystem begeistert. Die freiwerdenden Krankapazitäten konnten anderweitig effizient genutzt werden und ermöglichten eine Beschleunigung der Gesamtbauzeit. So konnte durch freiwerdende Krankapazitäten auf den Einsatz von Betonpumpen verzichtet und kostensparend mit Betonkübeln betoniert werden. Darüber hinaus wurden kostenintensive Stehzeiten aufgrund fehlender Krankapazitäten auf ein absolutes Minimum reduziert.
|
 |
 |
Das TLS-System ist bereits am Boden einsetzbar und ab dem ersten Obergeschoss - mit entsprechenden Konsolen versehen – kletterfähig. Der modulare Mast-Aufbau ermöglicht durch entsprechende Verlängerungen Hubhöhen bis zu 10 m. Das Tischhubsystem selbst wird im Kletterbetrieb an vorbereiteten Ankerstellen am Deckenrand eingehängt und nachdem alle Tische hochtransportiert sind, in die nächsthöhere Position mittels einer Umsetztraverse per Baustellenkran höher gesetzt. Nur für diesen Vorgang, der max. 30 Minuten in Anspruch nimmt, wird der Kran gebraucht.
Das mastgeführte System ist für höchste Arbeitssicherheit konzipiert. Bauseitig sind zwei Beladestellen-Tore vorgesehen und eine zusätzliche Sicherheitstür ist in der Bühne integriert. Die Steuerung erlaubt den Betrieb des Tischhubsystems nur dann, wenn alle drei Türen geschlossen sind. Die Ganzmetallbühnenkonstruktion ist mit Standard-Geländern ausgeführt, die auf Wunsch mit zusätzlichen Sicherheitsgittern auf 1,80 m Höhe aufgestockt werden können. Selbst bei größeren Windstärken können die Deckentische mit dem TLS-System hochgesetzt werden.
Der ausführenden Firma Gerstl ist es durch den Einsatz des Tischhubsystems gelungen, das Bauvorhaben Office Park II mit lediglich drei Kränen abzuwickeln. Bei konventionellem Höhersetzen der Deckentische wäre ein zusätzlicher Kran erforderlich gewesen. Die Kombination aus Dokaflex- und Dokamatic-Tischen, der Einsatz von Umsetzwagen mit Andockantrieb und das innovative Tischhubsystem ermöglichten einen optimalen Schalungs- und Bauablauf und damit deutliche Einsparungen gegenüber herkömmlichen Arbeitsmethoden.
|
 |
 |
|
| Das neue Tischhubsystem TLS von Doka ist besonders einfach in der Handhabung und bietet höchsten Sicherheitsstandard. |
|
|
 |
|
| Das TLS-System ermöglicht ein besonders schnelles Hochsetzen der Deckentische und entlastet außerdem den Kran. |
|
|
 |
|
| 24.000 m² Bruttogeschossfläche ließen sich bei der neuen Austrian Airlines Konzernzentrale in Wien/Schwechat mit Doka-Deckentischen und den schnellen Umsetzgeräten besonders rationell herstellen. |
|
|
 |
|
 |
|
|
 |
|
 |
|