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Burj (Turm) Dubai:
Mit größter Sicherheit zur Rekordhöhe
Der Burj (Turm) Dubai, das künftig höchste Gebäude der Welt, wird derzeit in Dubai in den Vereinigten Arabischen Emiraten gebaut. Die Projektgesellschaft Emaar errichtet auf 7.000 m2 Grundfläche eine Stadt in der Stadt. In der Anordnung einer arabischen Wüstenblume mit 6 Blättern entstehen neben Wohnungen, Hotels, und Büros die größte Shopping Mall in Form einer alten arabischen Stadt mit engen Gassen.
Der Burj (Baukosten rd. 1,5 Mrd. €) bildet das Zentrum einer neuen Stadt in der Stadt, eingerahmt von 400 weiteren Wolkenkratzern zwischen 150 und 360 m Höhe (Baukosten insgesamt 16 Mrd. €). Er wird ohne Bankkredite allein von der königlichen Familie finanziert. Die Nutzung des Burj besteht aus einem exklusiven Armani-Hotel (bis zur 39. Etage), Luxus-Apartments (bis zur 108. Etage), Aussichtsplattform (124. Etage), Büros (bis zur 154. Etage) und Kommunikationstechnik (bis zur 160. Etage). Von den mehr als 1.000 Wohnungen sind bereits 90 % verkauft. Überall im Gebäude sind Freizeit- und Sporteinrichtungen eingeplant. Ein Aquarium wird sich über 3 Etagen erstrecken. Eine Eislaufanlage wird ebenfalls zu finden sein.

Das neue Stadtviertel wird prestigeträchtige Elemente enthalten: Das weltgrößte Shopping Center, Luxus-Apartments, ein Wohngebiet in traditionellem arabischem Stil, ergänzt durch Parks mit Wasserflächen, angebunden an einen 3,5 km langen Boulevard mit internationalem Ambiente. Die Fertigstellung ist für Ende 2008 vorgesehen.

Turner Construction (USA) ist vom Bauherrn Emaar Properties als Projektmanager eingesetzt. Die Bauausführung erfolgt durch ein von Samsung (Korea) geführtes Konsortium mit Besix (Belgien) und Arabtec (VAE).
2.500 Klettervorgänge im 3-Tages-Takt
Den erforderlichen, außerordentlich schnellen Baufortschritt ermöglichen u. a. die Doka-Kletterautomaten SKE 100, die einen 3-Tagestakt für ein Geschoss bei der Herstellung des zentralen Schachtkernes (Center Core) erlauben. Diese Geschwindigkeit ist auch deshalb möglich, weil der hochfeste Beton nach 1 Tag bereits eine Druckfestigkeit von ca. 17 kN/cm² erreicht, die Kletterschalung aber nur eine Druckfestigkeit von 10 kN/cm² benötigt. Zum Jahresende 2006 hat der Turm die Höhe von 350 m erreicht, ca. Geschoss-Niveau 100.

226 Kletterautomaten klettern pro Abschnitt rd. 5.000 m2 Trägerschalung Top 50 ohne Kranhilfe nach oben. Das sind pro Etage 1.200 Laufmeter Wandschalung mit einer Höhe von 4,10 m und in Summe 180 Betonier- und Klettertakte bis zur Fertigstellung der rd. 600 m hohen Stahlbetonkonstruktion des Gebäudekerns. Dies entspricht fast 3.000 einzelnen Klettervorgängen, denn jedes Geschoss ist in 16 selbständige Kletterbereiche unterteilt.

Das bauausführende Joint Venture Samsung/ Besix/Arabtec begann den Selbstklettereinsatz am zentralen Schachtkern im Frühjahr 2005 und wird die Ortbetonarbeiten bis Ende Oktober 2007 abschließen. Unter strengsten sicherheitstechnischen Auflagen sind schwierige bau- und schalungstechnische Aufgabenstellungen am Y-förmigen Gebäudekern, der als pyramidenförmiger Sockel nach oben hin spiralartig zurückgestuft wird, und bei den Flügelwänden zu lösen.
Wabenbauweise erfordert extrem viel Wandschalung
Normalerweise befinden sich in Hochhäusern in den unteren Geschossen wenige Wände mit großen Wandstärken. Dem gegenüber ist das statische Konzept des Burj eine wabenförmige Konstruktion mit vielen spantenartigen Aussteifungswänden und Wandstärken von nur 30 bis 40 cm, max. 65 cm. Über die 600 m Betonbau-Höhe gerechnet, bedeutet dies knapp 450.000 m² Wandflächen. Dies bedeutet auch, dass der Burj Dubai ein völlig anderes Verhältnis von Wand- zu Deckenflächen aufweist als übliche Hochbauten. So sind mit rd. 280.000 m² allein im zentralen Schachtkern mehr Wandflächen zu schalen als für alle Decken des Gebäudes zusammen. Noch nicht einmal eingerechnet sind dabei die Säulen an den Nose Slab Areas, die mit Doka-Kletterschalung MF240 entstehen, und die Trägerschalung Top50 für die Outrigger Walls.

Die Wabenbauweise führt auch zu insgesamt 25 Grundrissänderungen über die Gesamthöhe; bei normalen Hochhäusern sind es 3 bis 4. So erfordert die Schalung für die Versteifungswände im Bereich der Technik-Geschosse in den Stockwerken 19 - 21 und 41 - 43 (Veränderung der Nutzung Hotel, Büros und Wohnungen) eine hohe Anpassungsfähigkeit, um entsprechende Ergänzungen zu den Regelgeschoss-Systemen zu ermöglichen. In diesen Bereichen ist die Bewehrung sehr massiv und kompliziert und erfordert einen erhöhten Zeitbedarf für das Einschalen.
Vorauseilende Schachtkerne für unterbrechungsfreien Arbeitsablauf
Die Klettervorgänge der Kerne und der Deckenschalung sind entflochten, um gegenseitige Behinderung zu vermeiden. Die Kerne laufen den Decken der Flügel durch kürzere Betoniertakte im unteren Gebäudebereich um einige Geschosse voraus. Bei Grundrissänderungen, bzw. Rücksprüngen in den Flügelwänden, die das Schalungssystem nach oben durchfährt, sind alle Trennstellen bei der Schalungsauslegung eingeplant. Dies bringt einen unterbrechungsfreien Arbeitsablauf. Statische Gründe begrenzen das Vorauseilen allerdings auf maximal 11 Geschosse. Mit zunehmender Gebäudehöhe werden die Deckenflächen immer kleiner und die Betoniertakte der Decken immer kürzer. Sie beginnen mit 4 Tagen, reduzieren sich ab dem 35. Geschoss auf 3 Tage und werden im obersten Bauabschnitt nur noch 2 Tage betragen.

Bei der Kletterschalung sorgen 5 übereinander gestaffelte Bühnenebenen für eine optimale Entflechtung der Arbeitsabläufe. Die Doka-Selbstkletterschalung ist für extreme Windgeschwindigkeiten von über 200 km/h ausgelegt. Die komplette Gittereinhausung bietet maximale Sicherheit für das Personal in der ungewöhnlich großen Höhe. Die 4,10 m hohen Trägerschalungselemente verfügen über spezialbeschichtete Dokaplex-Platten mit einem zusätzlichen Kantenschutz aus Stahl an den Elementstößen. Er verhindert Beschädigungen beim Ein- und Ausschalen, wenn die auf Rollen laufenden Elemente vor- und zurückgefahren werden. So können erstklassige Betonoberflächen erreicht und Schalhautwechsel trotz hoher Einsatzzahlen so gering wie möglich gehalten werden. Die spezielle Form des Turmes erfordert es, viele, zum Teil sehr spitzwinkelige Ecken zu schalen. Sämtliche Ecklösungen der Schalung sind aus Stahl gefertigt und werden die vielen Betoniereinsätze ohne größere Abnützungen absolvieren.
Arbeitssicherheit erhöht Produktivität
Die Klettersysteme für die in 3 Bereiche unterteilten Flügelwände waren so zu konzipieren, dass die Schalung wie erforderlich ohne aufwändigen Umbau zurückspringen konnte. Höchste Sicherheit und größtmöglicher Arbeitskomfort erlauben dabei höchste Produktivität - und einen erstaunlich schnellen Schalungs- und Baufortschritt. Die Selbstkletterschalung ist mit einer vollkommenen Gittereinhausung so sicher konzipiert, dass die Arbeiter in der großen Höhe überhaupt kein ungutes Gefühl entwickeln. Zudem ließ der Bauherr einen zusätzlichen Rettungsweg über einen Leiterschacht zwischen oberer und unterer Bühne einrichten.

Gegen Jahresende 2006 erreichte die Kletterschalung das 100. Geschoss. Das bedeutet ebenso viele Einsätze für die Schalhaut. Bisher waren lediglich ca. 50 % der Schalhaut zu ersetzen, schrittweise im Laufe der letzten 15 Geschosse im Dezember 2006. Währenddessen lief der Arbeitszyklus ohne Unterbrechung weiter.

Das Selbstklettersystem sorgt auch dafür, dass 3 (MX28) der 4 (1 x MX32) Betonverteilermaste mit jeweils 32 m langen Auslegern unabhängig vom Kran höher klettern. Der Betonverteilermast für die innere Kernöffnung hat eine eigene Klettereinrichtung. Die anderen Betonverteilermaste klettern zusammen mit der Kernschalung, wobei im Bereich der Betonverteilermaste eine höhere Anzahl an Kletterautomaten erforderlich ist.
Schutzschild sichert die Deckenschalungsarbeiten
Ein zusätzliches, unabhängig selbstkletterndes, viergeschossiges Schutzschildsystem von Doka sichert die Deckenschalungsarbeiten in den Folgegeschossen. Das System ist überall dort im Einsatz, wo Deckenschalungsarbeiten ausgeführt werden, und sichert jeweils 3 übereinander liegende Deckenränder. Es schützt das Baustellenpersonal vor Absturz und die unteren Baustellenbereiche vor herabfallenden Objekten. Sofort nach dem Betonieren einer Decke klettert das Schutzschild zur Sicherung des nächsten Höhenabschnittes um eine Etage hoch. Dies gewährleistet sicheres und zügiges Arbeiten des Personals ebenso wie gute Luftzirkulation, was bei den hohen Temperaturen am Persischen Golf wichtig ist.

Project Director Kyung-Jun Kim ist mit dem derzeitigen Bau- und Schalungsablauf vollauf zufrieden. Schließlich lag man im September 2006 bereits um 15 - 20 Tage vor dem Bauzeitplan, obwohl man Startverzögerungen beim Anlaufen der Bauarbeiten aufholen musste. Zum Jahresende 2006 war der Vorsprung weiter angewachsen.
Bauausführung: Samsung/Besix/Arabtec J.V., Dubai
Schalungsberatung: Doka Gulf FZE, Dubai
Doka Kompetenzcenter Selbstklettertechnik, Amstetten/Österreich
Kontakt:
Deutsche Doka Schalungstechnik GmbH
Frauenstraße 35
82216 Maisach
Tel. 08141 394-0
Fax 08141 394-6183
E-Mail: Deutsche.Doka@doka.com
Rückfragen zur Pressemitteilung bei:
Uwe Adlunger
Tel. 08141 394-6197
Fax 08141 394-6155
E-Mail: Uwe.Adlunger@doka.de
Der zentrale Schachtkern des Burj (Turm) Dubai erreichte zu Jahresbeginn 2007 eine Höhe von rund 350 m – mit Doka-Selbstkletterschalung SKE100. Höchste Sicherheit und größtmöglicher Arbeitskomfort erlauben diesen erstaunlich schnellen Schalungs- und Baufortschritt
Der Burj (Turm) Dubai bildet das Zentrum einer „neuen Stadt in der Stadt“, eingerahmt von unzähligen weiteren Wolkenkratzern zwischen 150 und 360 m Höhe
Beginn der Schalungsarbeiten am zentralen Gebäudekern und den Flügelwänden mit Doka-Selbstklettersystemen
Großzügig bemessene Bühnen bieten einen hohen Arbeitskomfort bei der Bedienung der Doka-Kletterautomaten und -Schalungssysteme
Ende 2008 soll der Burj (Turm) Dubai als höchstes Gebäude der Welt bezugsfertig sein
Höchste Arbeits-Sicherheit bei den Deckenschalungsarbeiten in den Folgegeschossen bietet das selbstkletternde Doka-Schutzschildsystem