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O2 World Berlin
Doka-Schalung spielt tragende Rolle bei Mega-Stützen
Auf der Fläche des ehemaligen Berliner Ostgüterbahnhofs errichtet die Arge „Arena am Ostbahnhof“ in einer Bauzeit von 23 Monaten eine der modernsten Multifunktionshallen Europas. Die „O2 World“ mit einem Aufnahmevermögen von 17.000 Besuchern soll im September 2008 ihre Portale öffnen, als Austragungsort für Sport-, Musik- und Entertainment-Veranstaltungen. Die Investitionskosten liegen bei rund 150 Millionen Euro. Die NL Berlin der Deutschen Doka lieferte überzeugende schalungstechnische Ideen und Lösungen.
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Mit Doka-Schalungen entsteht in Berlin in einer Bauzeit von 23 Monaten die „O2 World“, eine der modernsten Multifunktionshallen Europas. Foto: Doka
In den vergangenen Monaten arbeitete die bauausführende Arge aus HBM Stadien- und Sportstättenbau GmbH und BAM Deutschland AG auf Hochtouren am Rohbau der 160 m langen, 130 m breiten und 35 m hohen Arena. Verbaut wurden im Zeitraum von Oktober 2006 bis September 2007 rund 35.000 m3 Beton und knapp 7.000 t Bewehrungsstahl.
Einfache Lösung für Mega-Stützen
Wichtig für die Schalungsplanung: Lediglich vier „Mega-Stützen“ tragen die rund 1.770 t schwere Stahlkonstruktion des Hauptdaches. Und für eben diese Mega-Stützen fand Doka die beste technische Lösung. Niederlassungsleiter Holger Selzer beschreibt die Dimensionen: „Die Stützen mit einem Durchmesser von 1,30 m und einer Maximalhöhe von 24,45 m müssen je ein Viertel der Gesamtlast tragen – das sind pro Stütze rund 425 t.“ Dabei waren in den Deckenebenen quadratische Konsolen als Auflager für die Decken zu integrieren.

Für die Rundstützenschalung lieferte der Doka-Fertigservice zwei 4,65 m hohe Schalungshälften aus je drei Top 50-Elementen zur Endmontage auf die Baustelle. Der Elementrost war aus Doka-Schalungsträgern H20 top und windmühlenflügelartig angeordneten WS 10-Normprofilen vormontiert. Auf dem Elementrost fixierte Formhölzer brachten die 4 mm dicke Schalhaut in die gewünschte runde Form. Stützenlaschen 6/8 verbanden jeweils drei Teilelemente zu einer Schalungshälfte. An der Umsetzeinheit fest montierte Bühnen aus Einzelkonsolen mit XS-Systemleitern und Rückenschutz sorgten durch sichere Arbeitsplätze und Aufstiege für produktives Arbeiten.

Die fünf Deckenebenen gaben auch die Betonierhöhen für die einzelnen Schüsse vor. Zum Betonieren stand die Stützenschalung auf einer Plattform aus zwei Dokamatic-Deckentischen mit zwischenliegenden Ausgleichen. Die Unterstellung aus Staxo-Traggerüsten wurde für jeden Betonierabschnitt mit weiteren Rahmen erhöht und ließ sich jeweils über Fußspindeln rasch millimetergenau in der Höhe einjustieren. Dieselbe Schalungslösung diente auch dazu, die niedrigeren Stützen mit 5,10 bzw. 8,80 m Höhe zu schalen.

Weitere Stütze im harten Baustellenalltag: Doka-Fachberater Christian Serauky. Er stand jederzeit eng mit der Baustelle in Kontakt und war das Bindeglied zur Doka-Niederlassung: „Ich schätze die gute und konstruktive Zusammenarbeit mit der Arge. Und meine Kollegen im technischen und kaufmännischen Büro arbeiten sehr professionell.“
Geneigte Wände mit Rahmenschalung
Bei den Wänden nutzt die bauausführende Arge das Doka-Schalungssystem Framax Xlife mit der innovativen Schalhaut. Ihre kunststoffbeschichtete Oberfläche erzielt auch noch nach vielen Einsätzen eine hohe Qualität der Betonoberflächen. Die Elemente lassen sich durch das logische Systemraster beliebig stehend oder liegend kombinieren, für ein geordnetes Fugenbild. Offene Querprofile dienen als integriertes Riegelsystem und ermöglichen das Anklemmen von Systemteilen ohne Zwangspunkte. Die Pulverbeschichtung auf dem feuerverzinkten Elementrahmen verringert zudem die Betonhaftung und erleichtert die Reinigungsarbeiten.

Bei der O2-World zeigten sich die Vorteile der Framax Xlife insbesondere bei den zwei geneigten Treppenhäusern. Hier liefen um 12° bzw. 14,5° aus der Lotrechten geneigte Wände im spitzen Winkel aufeinander zu. Um nicht extra eine projektspezifische Schalung einsetzen zu müssen konstruierte Doka-Projektingenieur Dirk Müller Abstützböcke aus mietbaren Stahlwandriegeln WS 10 und Doka-Spindelstreben T7. In die gewünschten Winkel gespindelt dienten sie zum Abstützen der ohnehin auf der Baustelle vorgehaltenen Framax Xlife-Elemente. Durch das logische Systemraster der Framax Xlife verblieben zwischen den Rahmenschalungselementen exakt dreieckige Passbereiche, die bauseits einfach zu schließen waren: Auf einer horizontalen Gurtung aus Framax-Klemmschienen befestigte Kanthölzer bildeten dabei den Rost für die Schalhaut.
Ein Schalungssystem für alle Decken
Die Decken der O2-World sind teilweise großflächig, teilweise verwinkelt und teilweise durch Rundungen oder den radialen Verlauf der Zahnbalken bestimmt. Einige der Deckenebenen sind zusätzlich ineinander verschachtelt. Um nicht mehrere Deckenschalungssysteme einzusetzen entschied sich die Arge für das Schalungssystem Dokaflex. Für Decken mit wechselnden Grundrissen, mit unterschiedlichen Höhen oder auch mit Unterzügen und Aussparungen ist Dokaflex die erste Wahl. Bei Höhen bis 5,90 m dienten meistens Eurex-Deckenstützen als Unterstellung. Die höheren Bereiche wurden wegen der einfacheren und sicherer ausführbaren Montage mit Lasttürmen aus Staxo-Traggerüsten unterstellt.

Dokaflex lässt sich einfach und rasch auf jeden Einsatzfall dimensionieren. Seine Hauptbauteile – der Holzschalungsträger H20 top und die Doka-Stützen – sind optimal aufeinander abgestimmt. Doka-Deckenstützen Eurex 20 nehmen in jeder Auszugslänge 20 kN Last auf – eine sichere Sache. So kann das benötigte Schalungsmaterial exakt auf die geforderte Deckenstärke abgestimmt werden. Je nach Deckenlast werden die Abstände der Träger und der Deckenstützen entsprechend weiter oder enger ausgelegt. Schäden an den Trägern beim Ausschalen sind kein Thema mehr, seit das System mit dem Doka-Träger H20 top ausgestattet ist. Der an den Trägerenden eingebaute Stoßdämpfer sorgt für eine wirksame Dämpfung von Stößen und Schlägen und ein kontrolliertes Ableiten der dadurch auftretenden Kräfte.
Arbeitssicherheit erhöht Produktivität
Auf der gesamten Baustelle spielt die Arbeitssicherheit eine große Rolle. Bauleiter Dieter Böhm hat vorgesorgt: „Bei dieser komplexen bautechnischen Herausforderung ist die Sicherheit der Baustellenmannschaft entscheidend. Jeder Arbeitsplatz muss sicher sein. Das gilt auch für die Wege und Aufstiege.“ Als Arbeitsbühne dient die GS-geprüfte, 1,80 m breite Doka-Faltbühne K. Sie kommt fertig montiert auf die Baustelle, lässt sich raumsparend transportieren und lagern und ist durch einfaches Aufklappen und Einhängen sofort einsetzbar. Montage- und Demontagearbeiten entfallen. Dieses Arbeits- und Schutzgerüst in Längen von 3,00 m und 4,50 m entspricht der Lastklasse 6 nach DIN EN 12811-1. Die Aufhängestellen im einheitlichen Raster von 1,50 m erlauben es, je nach Erfordernis später beliebige Bühnenlängen einzuhängen. Das erleichtert die Vorplanung und beschleunigt den Bauablauf ganz enorm.

„Die Zusammenarbeit mit Doka ist einfach klasse. Es ist toll, wenn man sich auf ein so professionelles Team wie die Doka-Schalungstechniker verlassen kann“ – fasst Bauleiter Jens Fernkorn seine Erfahrungen mit Doka zusammen.
Bauausführung: Arge Arena am Ostbahnhof
Schalungsberatung: Doka NL Berlin
Maisach, 02.11.2007









Kontakt:
Deutsche Doka Schalungstechnik GmbH
Frauenstraße 35
82216 Maisach
Tel. 08141 394-0
Fax 08141 394-6183
E-Mail: Deutsche.Doka@doka.com

Rückfragen zur Pressemitteilung:
Uwe Adlunger
Tel. 08141 394-6197
Fax 08141 394-6155
E-Mail: Uwe.Adlunger@doka.de
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Für die 1,30 m dicken „Mega-Stützen“ lieferte der Doka-Fertigservice zwei 4,65 m hohe Schalungshälften aus je drei Top 50-Elementen zur Endmontage auf die Baustelle.

Foto: Doka
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An der Vorstellschalung für die 1,30 m dicken „Mega-Stützen“ fest montierte Bühnen und XS-Systemleitern mit Rückenschutz boten sichere Arbeitsplätze und Aufstiege für produktives Arbeiten.

Foto: Doka
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Zum Betonieren der 1,30 m dicken „Mega-Stützen“ stand die Stützenschalung auf einer Plattform aus zwei Dokamatic-Deckentischen mit zwischenliegenden Ausgleichen.

Foto: Doka
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Bei den geneigten Wänden der Treppenhäuser ermöglichten Abstützböcke aus Stahlwandriegeln und Spindelstreben den kostengünstigen Einsatz von Rahmenschalungen Framax Xlife.

Foto: Doka
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„Safety first“: Als Arbeitsbühne kommt die GS-geprüfte, 1,80 m breite Doka-Faltbühne K fertig montiert auf die Baustelle und ist durch einfaches Aufklappen und Einhängen sofort einsetzbar.

Foto: Doka