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Grundsanierung Tunnel Ennerich
Doka-Konstruktion stellt Weichen für freie Fahrt!
Knapp 80 km nordwestlich von Frankfurt am Main, im hessischen Runkel, befindet sich der 494 m lange unter Ensemble-Schutz stehende Ennericher-Tunnel der Lahntalbahn. Die Deutsche Bahn AG hatte die Franz Kassecker GmbH mit einer Grundsanierung beauftragt – unter strengen Auflagen. Oberste Voraussetzung für sämtliche Sanierungsarbeiten am Kulturdenkmal war es, den planmäßigen Bahnverkehr aufrecht zu erhalten. 406 m wurden mit Spritzbeton saniert, ein 88 m langer Abschnitt in Ortbeton. Hierfür entwickelte das Doka-Kompetenzcenter Tunnel eine ausgeklügelte Schalungskonstruktion.
Grundsanierung Tunnel Ennerich#1
Für die Betonierarbeiten im Bahntunnel Ennerich entwickelten die Doka-Schalungstechniker einen schienengebundenen zweiteiligen Schalwagen aus Doka-Traggerüsten SL-1 als Basis für die Doka-Trägerschalung Top 50. Foto: Doka
Für die komplexen Schalarbeiten durfte das bauausführende Unternehmen Franz Kassecker GmbH lediglich an den Wochenenden in den zweigleisigen Eisenbahntunnel einfahren. Der Tunnel Ennerich weist eine runde Querschnittsform auf, mit einer lichten Weite von 8,08 m und einer lichten Höhe von 9,56 m. Von Januar bis April 2007 waren die beiden Gleise durch den Tunnel Ennerich an insgesamt 18 Wochenenden für den Bahnverkehr gesperrt – jeweils von Freitag 21.35 Uhr bis Sonntag 07.15 Uhr.
Zweiteiliger Schalwagen
Das Doka-Kompetenzcenter Tunnel unterstützte die Firma Kassecker partnerschaftlich, um das nicht alltägliche Projekt technisch und wirtschaftlich zu bewältigen. Für den in Ortbeton zu sanierenden Abschnitt plante Doka-Projekleiter Robert Riesenberger eine schnelle und einfach handzuhabende Schalungskonstruktion. So konnte der Bahnverkehr auf der Strecke der Lahntalbahn planmäßig weiterlaufen.

Hierfür musste die Schalungslösung gewährleisten, den Tunnel nach dem Betonieren möglichst schnell wieder für den Schienenverkehr frei zu bekommen, ohne dem Beton durch zu frühes Ausschalen zu schaden. Weiterer Zwangspunkt war die direkt vor dem Tunnel gelegene enge Bahnbrücke.

Für die eigentlichen Betonierarbeiten an den 9 Betonierabschnitten à 9,70 m Länge entwickelten die Doka-Schalungstechniker einen schienengebundenen zweiteiligen Schalwagen aus Doka-Traggerüsten SL-1 als Basis für die Doka-Trägerschalung Top 50. Unter den spiegelbildlich aufgebauten beiden Teilen des Schalwagens waren spezielle Spurkranzräder mit integriertem Querverschub montiert. Sie dienten dazu, die Schalwagenhälften direkt auf den Gleisen zu verziehen. Zum Einschalen standen die beiden Schalwagenhälften direkt nebeneinander auf der zweigleisigen Strecke. Zwischenliegende Absenkkeile sorgten für ein einwandfreies Durchstützen der Betonierlasten.
Standardisierte Beton-Nachbehandlung
Um den Beton im zugigen Tunnel vor zu raschem Austrocknen und Abkühlen und der damit verbundenen Rissbildung zu schützen war eine Nachbehandlung erforderlich. Hierzu diente ein zweiteiliger separater Nachbehandlungswagen aus Doka-Trägerrosten Top 50, mit Sparschalung belegt. Er war so konstruiert, dass das Lichtraumprofil für reibungslosen Bahnbetrieb frei blieb. Unmittelbar nach jedem Ausschalen setzte man die Hälften des Nachbehandlungswagens vom vorhergehenden in den frischen Betonierabschnitt um, verankerte sie am Bestand und beließ sie dort während der Wochentage. Ein Transportwagen aus Staxo-Traggerüsten diente zum Verfahren der beiden Hälften des Nachbehandlungswagens und lief ebenso wie der zweiteilige Schalwagen mit Schienenfahrwerken auf dem Bahngleis.
Erfolgreiche Zusammenarbeit
Doka-Fachberater Klaus Meschke berichtet aus der Praxis: „Während der Wochentage parkten die beiden Schalwagenhälften und der Transportwagen auf einem 400 m entfernten Abstellgleis, um die Durchgangsgleise frei zu halten.“ Zu Beginn der Sperrzeit zog ein Gleisbagger die Schalwagenhälften nacheinander in den Tunnel auf die nebeneinander liegenden Gleise. Um die Schalwagenhälften durch den Portalbereich in den Tunnel einzufahren, waren die Schalungselemente mit Handwinden absenkbar.

Doka-Richtmeister Manfred Förtsch hat die Baustelle bei den Arbeiten unterstützt: „Bei nicht alltäglichen Systemen ist es wichtig, der Baustellenmannschaft mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, damit diese gleich von Beginn an effizient arbeiten kann.“ Kassecker-Bauleiter Andreas Malzer zeigt sich mit der Gesamtlösung sehr zufrieden, besonders im Hinblick auf die positiven Ergebnisse und vor allem auf die Planungsleistung des Doka-Kompetenzcenters.


Maisach, 12.12.2007





Kontakt:
Deutsche Doka Schalungstechnik GmbH
Frauenstraße 35
82216 Maisach
Tel. 08141/394-0
Fax 08141/394-6183
E-Mail: Deutsche.Doka@doka.com

Rückfragen zur Pressemitteilung bei:
Uwe Adlunger
Tel. 08141/394-6197
Fax 08141/394-6155
E-Mail: Uwe.Adlunger@doka.de
Grundsanierung Tunnel Ennerich#2
Den Beton vor Rissbildung durch zu rasches Austrocknen und Abkühlen zu schützen war die Aufgabe des zweiteiligen separaten Nachbehandlungswagens (vorne).

Foto: Doka
Grundsanierung Tunnel Ennerich#3
Während der Wochentage parkten die beiden Schalwagenhälften und der Transportwagen für den Nachbehandlungswagen auf einem 400 m entfernten Abstellgleis, um die Durchgangsgleise frei zu halten.

Foto: Doka
Grundsanierung Tunnel Ennerich#4
Um die Schalwagenhälften durch den denkmalgeschützten Portalbereich in den Tunnel einzufahren, waren die Schalungselemente mit Handwinden absenkbar.

Foto: Doka
Grundsanierung Tunnel Ennerich#5
Um die Schalwagenhälften durch den denkmalgeschützten Portalbereich in den Tunnel einzufahren, waren die Schalungselemente mit Handwinden absenkbar.

Foto: Doka
Grundsanierung Tunnel Ennerich#6
Ein Gleisbagger diente dazu, die Schalwagenhälften und die Nachbearbeitungswagen auf den Gleisen zu verziehen.

Foto: Doka