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Umwelt und Lärmschutz erfordern besondere Maßnahmen
Die Innkreisautobahn verschwindet unter der Erde
Im Wochentakt wird derzeit im Aiterbachtal bei Wels für die A8 ein 2,3 km langer, zweizelliger Tunnel mit je 2 Fahrspuren erstellt. Die Unterflurtrasse Steinhaus wird in offener Bauweise und des Grundwassers wegen als „Weiße Wanne“ betoniert, was eine monolithische Herstellung von Fundament, Wänden und Decke (in einem Guss) bedeutet. Gefordert wurde seitens der Strabag Bau AG nicht nur eine möglichst kurze Taktabfolge beim Betonieren, sondern auch eine umfassende Mechanisierung der Schalung, um Personal zu sparen.
Die Unterflurtrasse Steinhaus wird in offener Bauweise und des Grundwassers wegen als „Weiße Wanne“ betoniert, was eine monolithische Herstellung von Fundament, Wänden und Decke (in einem Guss) bedeutet.
Die für die Planung zuständigen Strabag-Mitarbeiter und die Doka-Schalungstechniker aus Amstetten fanden die passende Lösung: Zwei vom Mittelpunkt des künftigen Tunnels aus arbeitende Doka-Schalwagen, mit denen jeweils eine kleine Mannschaft Abschnitte von je 24 m betoniert. Innerhalb einer Arbeitswoche werden auf diese Weise 48 m Tunnelquerschnitt komplett fertig gestellt. 50 Takte nach rechts und 50 Takte nach links sind notwendig, den Tunnel in voller Länge fertig zu stellen. Jeder Takt läuft nach folgendem Zeitplan ab:
  • Freitag werden die beiden großen Verfahrträger, die in den Portalen der Innenschalung hängen, per Hydraulik eine Abschnittslänge vorgeschoben. Für diesen Verfahrvorgang wird das bewährte Prinzip des Kletterantriebs der Doka-Selbstkletterschalung aus der Vertikalen hier in die Horizontale übertragen. Die Bewehrung der Sohle im neuen Abschnitt wird eingebaut.
  • Montag ist der am Donnerstag eingebaute Beton so weit ausgehärtet, dass ausgeschalt werden kann. Wieder wird die zentrale hydraulische Steuereinheit für das Umsetzen der Außenschalung verwendet. Dann wird die Innenschalung in Fahrposition gebracht, die 63 cm Voutenelemente an der Bodenplatte werden hochgeklappt. Zuerst wird die kurvenseitig innenliegende Zelle umgesetzt. 510 m² Schalfläche mit 150 t fahren in die neue Position. Horizontale Verschiebeeinrichtungen bewerkstelligen die notwendigen Krümmungskorrekturen der Trassenführung.
  • Dienstag wird die Bewehrung der Mittelwand fertig gestellt. Die Bewehrung der Außenwände erfolgt nach dem Vorziehen der zweiten Innenschalungshälfte. Auch an der Tunneldecke werden die Bewehrungsarbeiten nun komplett durchgeführt.
  • Mittwoch erfolgen letzte Handgriffe beim Bewehren und beim Ankern. Insgesamt sind nun rund 100 t Stahl pro Abschnitt eingebaut. Ein zusätzlicher Vorteil ergibt sich durch die massive Aussteifung des Doka-Schalwagens: Es werden deutlich weniger Ankerstellen benötigt.
  • Donnerstag müssen innerhalb von etwa 14 Stunden rund 1.000 m³ Beton eingebaut werden. Die Sohlplatte wird über Betonier-Öffnungen in der Schalung der Decke betoniert. Anschließend ohne Pause die 70 cm dicken, aufgehenden Wände und die 70 cm starke Decke.
Auf beiden Seiten gleichzeitig werden die jeweils 170 m² großen Elemente der Außenschalung am Verfahrträger nach vorne gezogen. Das eingebaute Fachwerk gibt Stabilität, um mit nur 2 Winden am Ende aus- und einzuschalen.
Alles erfolgt über eine zentrale Steuereinheit: das Aufklappen der Voutenelemente im Anschluss Bodenplatte – Wand oder das Zurückziehen der Wandschalungselemente beim Ausschalen. In nur 5 Arbeitstagen sind die Arbeiten eines Abschnittes mit dem Ausschalen, Vorfahren, Einschalen und Betonieren fertig.
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