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Doka Xpress
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Klettern à la carte mit einem innovativen Schalungskonzept
In Slowenien entsteht derzeit die längste Autobahnbrücke und zugleich auch das größte Bauwerk des Landes: Der Crni Kal-Viadukt zwischen der Hauptstadt Ljubljana und Koper, südlich
von Triest. Ab 2005 wird der Verkehr im Teilstück Klanec - Crni Kal auf zwei getrennten Tragwerken über das 1.065 m lange Brückenbauwerk rollen, das auf insgesamt elf Pfeilern ruht. Hinsichtlich ihrer ästhetischen Form setzen die Pfeiler besondere Akzente und erfordern eine innovative Schalungstechnik.
Ein ansprechendes Brückenbauwerk soll es nach den Vorstellungen des Bauherrn, der slowenischen Autobahn-Gesellschaft DARS, werden. Mit Spannweiten von bis zu 140 m bei einer maximalen Höhe des Bauwerks von 87,50 m. Schnell muss es außerdem gehen, damit die zahlreichen Verkehrsstaus während der Sommermonate endlich der Vergangenheit angehören.
Der Projektant, Dipl.-Ing. Marjan Pipenbaher, Ponting Maribor, hatte die Vision von schlanken, ästhetisch
wirkenden Pfeilern, für deren Realisierung es nur einen kompetenten Partner gab: Die Doka Slovenija. Gemeinsam mit den Schalungsspezialisten in Amstetten
erarbeiteten die Projektingenieure auf der Basis langjähriger Erfahrung eine innovative Lösung, die vor allen anderen Systemen den Zuschlag erhielt.
Das Problem: Die Pfeilerform …
Eine enge Zusammenarbeit zwischen Projektant und Schalungslieferant schon während der Planungsphase bringt klare Vorteile. In diesem Fall verhalf sie vom Start weg, alle schalungstechnischen Finessen zur Herstellung der Pfeiler auszuschöpfen. Ein Blick in die Baupläne zeigt, worum es geht: Marjan Pipenbaher kreierte für das Objekt kompliziert geformte Y-Pfeiler,
deren Geometrie sich laufend ändert. Zusätzlich besitzt die Sichtbetonoberfläche ein Brick-Layout (Ziegellagen), das der Geometrie der Pfeiler zu folgen hat.
Die Pfeiler weisen einen unterteilten Hohlquerschnitt auf. Er besteht aus zwei äußeren trapezförmigen Flanschen; verbunden durch einen rechteckigen Steg. Während sich die Gesamtbreite des (höchsten) Pfeilers von 11,40 m im Fundamentbereich auf 19,00 m am Pfeilerkopf aufweitet, verringern
sich zugleich seine Stirnseiten von 6,875 m auf 4,786 m.
… gelöst mit einem stufenlos anpassbaren Doka-Schalungskonzept
Eine Doka-Selbstkletterschalung, bestehend aus 16 Kletterautomaten SKE 50 mit Doka-Trägerschalung Top 50, stellt eine hoch effiziente Lösung für dieses Anforderungsprofil dar. Mit drei Schalungssätzen
liegt man inzwischen bereits vor dem Zeitplan, erfüllt
höchste Ansprüche an die Arbeitssicherheit und trotzt Windgeschwindigkeiten von bis zu 200 km/h. Jeder Betonierabschnitt von jeweils 4 m Höhe bedeutet
eine Veränderung der Schalung. Die zurückgesetzte Mittelpartie des Pfeilers, der Steg, wird vertikal geklettert. Die Anpassung erfolgt mittels abgestimmter Aussparungskästen.

In den äußeren Aufweitungsbereichen des Y-Pfeilers folgt die Kletterspur der Geometrie der Aufweitungsbereiche. Dadurch ist es möglich, die „Ziegellagen“ optisch kontinuierlich nach außen zu versetzen. Die verwendeten Schalungselemente sind für die größte Aufweitung des Pfeilerkopfs ausgelegt und stehen in den unteren Abschnitten entsprechend vor.

Generell sind Doka-Selbstklettersysteme für ihr hohes Maß an Arbeitssicherheit bekannt. Dies gilt uneingeschränkt auch für so schwierige Abschnitte wie die Pfeileraufweitung bei diesem Objekt. Durch die Teleskopierbarkeit der Arbeitsbühnen wird ein sicheres
und zugleich rationelles Zusammenspiel von Schalung und
Gerüst ermöglicht.

Bauleiter Martin Pregelj von Primorje liefert zu den
speziellen Anforderungen einen griffigen Vergleich: „Pro Woche könnten wir vergleichsweise eine
Dreizimmerwohnung herstellen – vielleicht mit einem etwas ungewöhnlichen Grundriss. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Querschnitte von Woche zu Woche
ändern und wir in großen Höhen arbeiten müssen. Es ist eindrucksvoll, wie präzise und zügig das Doka-Selbstklettersystem funktioniert. Der Baufortschritt läuft besser als geplant; die Pfeiler werden
voraussichtlich um mehrere Wochen früher fertiggestellt sein.“
Der Zeitaufwand für den Selbstklettervorgang nach den notwendigen Vorbereitungsarbeiten beträgt für den 4 m hohen Regelabschnitt
lediglich neun Minuten.
Bauleiter Martin Pregeli
Auftraggeber:
DARS Druzba za avtoceste Republike Slovenije
Projektant:
Ponting Maribor
Bauausführung:
ARGE aus den slowenischen Firmen SCT und Primorje
Schalungsberatung:
Doka Slovenija und Doka-Technik & Statik, Amstetten
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