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Gas- und Dampfkraftwerk Timelkam
Hohe Sicherheit in allen Arbeitsphasen
Um den ständig steigenden Strombedarf in Oberösterreich auch in Zukunft möglichst umweltschonend zu decken, lässt die Energie AG in Timelkam ein neues Gas- und Dampfkraftwerk errichten. Die bauausführende Arge aus Alpine Mayreder und Porr AG setzte zum Schalen der Ortbetonwände eines 48 m hohen Treppenturmes die neue Doka-Kletterschalung Xclimb 60 ein. Lesen Sie hier, welche Erfahrungen die Baustellenmannschaft mit dem neuen System machte.
Xclimb 60 kann wahlweise kran- oder selbstkletternd eingesetzt werden. Breite Bühnen und die ständige Verankerung am Bauwerk sorgen für hohe Sicherheit.
Bereits im Januar 2007 starteten die Arbeiten für das neue Gas- und Dampfkraftwerk Timelkam. Ein 48 m hoher Fluchttreppenturm zwischen dem Kesselhaus und dem Maschinenhaus hat im Bauablauf eine zentrale Bedeutung. Der im Grundriss 6,70 m x 7,10 m messende, doppelwandige Turm beinhaltet neben den Treppenanlagen auch einen Sicherheitsaufzug, der im Brandfall den Einsatzkräften den schnellen Zugang zu beiden Gebäudeteilen ermöglicht.

Der Treppenturm sollte in zehn Betonierabschnitten à 4,85 m möglichst rasch fertiggestellt werden. Die Arge GuD Timelkam entschloss sich nach ausführlicher Beratung durch Doka, die neue Kletterschalung Xclimb 60 dafür einzusetzen. Das System klettert wahlweise per Kran oder hydraulisch, bleibt immer am Bauwerk geführt und kann mit bis zu 60 kN pro Konsole belastet werden. Insgesamt acht Kletterkonsolen Xclimb 60 mit vier verschiedenen Bühnenebenen und Elementen der Rahmenschalung Framax Xlife waren für das Schalungskonzept erforderlich.

Einfaches Handling und Logistik
Die neue Kletterschalung punktete bei Logistik und Aufbau durch ihren hohen Vormontagegrad. Die mit 2,45 m Arbeitsbreite optimal dimensionierten Bühnen passen auf jeden Standard-Lastwagen und konnten so problemlos zur Baustelle geliefert werden. Mit auf dem Boden gestellter Schalung betonierte die Baustellenmannschaft den ersten Abschnitt. Nach dem Aushärten des Betons verankerte sie darin das aus Hauptbühne, Betonierbühne und Schalung bestehende Klettergerüst, um auch die nächsten beiden Betonierabschnitte zu erstellen. Im dritten Abschnitt hing das Klettergerüst hoch genug, um auch die beiden Nachlaufbühnen zu montieren. Nun war das komplette Klettersystem mit vier unterschiedlichen Bühnenebenen einsatzfertig und die Bauleitung konnte entscheiden, die Klettereinheiten entweder weiterhin mit dem Kran oder mit handlichen, mobilen Hydraulikeinheiten umzusetzen. In beiden Fällen werden die Vertikalprofile der Kletterschalung zuverlässig in Führungsschuhen am Bauwerk entlang geführt – für schnelle, sichere und witterungsunabhängige Umsetzvorgänge.
Alpine-Bauleiter Volker Brand (links) ist für den reibungslosen Bauablauf verantwortlich.
Mobile Hydraulikzylinder entlasten den Kran
Um wertvolle Krankapazität zu sparen, entschied man sich in Timelkam für die hydraulische Variante. Mit einem Hydraulikaggregat können bis zu zwei Bühnen gleichzeitig nach oben geklettert werden. Eine Schlüsselfunktion beim Klettervorgang nehmen die Vertikalprofile der Kletterschalung ein. Sie sind mit sogenannten „Kletternocken“ – hakenförmigen Vorsprüngen – versehen, die in einem vertikalen Abstand von 30 cm zueinander angeordnet sind. Mit Hilfe der leichtgewichtigen und rasch montierbaren Hydraulikzylinder mit Hubmechanik wird das komplette Klettergerüst inklusive Schalung um jeweils 30 cm nach oben geschoben – bis die nächste Kletternocke den Führungsschuh passiert und dort automatisch arretiert. Anschließend werden die Hydraulikzylinder eingefahren und der Hubvorgang wiederholt sich. Auf diese Weise kletterte in Timelkam die gesamte Außenschalung des Treppenturmes innerhalb von 90 Minuten in den nächsten Abschnitt. Im Inneren des Turmes dienten mehrere Schachtbühnen und Elemente der Rahmenschalung Framax Xlife mit Ausschalecken I als Schalung. Um diese Innenschalung noch komfortabler und schneller ein- und auszuschalen, verwendete das Personal zum Spindeln der Ausschalecken die neue Ausschal-Ratsche von Doka.

Alpine-Bauleiter Volker Brand fasst zusammen: „Die freie Wahl des Umsetzvorganges per Kran oder Hydraulik gibt wertvollen Spielraum, wenn die Krankapazität auf der Baustelle knapp ist. Für dieses Bauwerk war die Kletterschalung Xclimb 60 eine wirtschaftliche Lösung. Sowohl die Montage, als auch die Anwendung und Bedienung erfolgen praxisgerecht und einfach.“

Die leichtgewichtigen Hydraulikzylinder werden auf den Führungsschuh gesteckt. Sie heben das komplette Klettergerüst inklusive Schalung in 30 cm-Schritten in den nächsten Betonierabschnitt.
Bauausführung: Arge GuD Timelkam - Alpine Mayreder und Porr Schalungsberatung: Kompetenzcenter Selbstklettertechnik und Doka-NL Oberösterreich
Beiträge
Editorial
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