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Rheinbrücke Wesel
Komplizierte Schalungsform bestens ausgeführt
In Wesel am Niederrhein entsteht eine 773 m lange dreiteilige Schrägseilbrücke. Auf der linken Rheinseite errichtet die Arge Rheinbrücke Wesel den weithin sichtbaren 130 m hohen Pylon der Strombrücke in Form eines umgedrehten Ypsilons.
Für die Klettereinheit an der überhängenden Seite der Pylonfüße standen nur ca. 2,50 m für den gesamten Kletterweg zur Verfügung.
Die Selbstkletterrüstung für die hohlen Pylonfüße lieferte die NL Hannover der Deutschen Doka, Planung und statische Berechnung erfolgte in der Doka-Anwendungstechnik in Maisach.

Der Querschnitt der mit 15,8° extrem stark geneigten Pylonfüße weitet sich von 4 x 3,40 m unten auf 4 x 4 m an der Vereinigungsstelle zur Pylonnadel auf. Als Takthöhe sind 4,88 m vorgegeben. Kirchner-Bauleiter Lars Hassenpflug wünschte sich deshalb eine sichere und einfach bedienbare Schalung: „Aufwändige Umbauten in größeren Höhen sind immer schwierig und gefährlich. Die Doka- Lösung hat schon alle Eventualitäten berücksichtigt. Meine Männer kamen damit sehr gut zurecht und waren immer bestens gesichert.“ Da die Pylone nicht nach rückwärts abgespannt werden konnten, mussten sie während des Bauablaufs in 37 m Höhe, d.h. in Klettertakt 5, durch zwei Stahlstreben gegeneinander abgestützt werden. Diese jeweils 6 t schweren Horizontalspreizen mit einem Durchmesser von 610 mm wurden symmetrisch am Rand der Pylonfüße angeordnet und waren aus statischen Gründen einzubauen, bevor Klettertakt 6 betoniert werden konnte. Für die Aufhängung der aus insgesamt 4 Bühnenebenen bestehenden Klettereinheiten an der überhängenden Seite der Pylonfüße standen wegen dieser Streben statt 4 m Pylonbreite nur ca. 2,50 m für den gesamten Kletterweg zur Verfügung.

Bei der 7 m breiten Hauptarbeitsbühne verbreiterten zusätzliche Verteilträger die „Spur“ der vier SKE 50-Kletterscheiben, um die Lasten gleichmäßig in die vorhergehenden Betonierabschnitte einzuleiten. Nach der Betonage von Takt 6 sorgte ein integrierter Klappmechanismus in den beiden Nachlaufbühnen für störungsfreies „Durchklettern“ zwischen den Streben.
Bauausführung: Arge aus Hermann Kirchner Hoch- und Ingenieurbau GmbH, Bad Hersfeld, und Donges Stahlbau GmbH, Darmstadt
Schalungsberatung: Doka NL Hannover, AT Maisach
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