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Prosmyky-Brücke, Tschechien
Erfolgreiche Weltpremiere für den neuentwickelten Doka-Freivorbauwagen
Die tschechische Regierung investiert massiv in den Ausbau und die Modernisierung der hochrangigen Verkehrsinfrastruktur. Allein in diesem Jahr sind im Bereich des Autobahnen- und Schnellstraßennetzes Baumaßnahmen mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von über 1,6 Milliarden Euro projektiert. Der Ausbau der Autobahn D8 zwischen der tschechischen Hauptstadt Prag und Dresden in Ostdeutschland hat dabei eine hohe Priorität. Im Rahmen dieses Großprojekts errichtet das bauausführende Konsortium SMP und Metrostav die 585 m lange Prosmyky-Brücke über den Fluß Elbe. Die im Freivorbauverfahren ausgeführte Brücke ist als Entlastung für die bestehende Elbe-Brücke konzipiert und soll 2009 für den Verkehr freigegeben werden. Bei diesem anspruchsvollen Bauvorhaben kommt weltweit zum ersten Mal der neuentwickelte Doka-Freivorbauwagen zum Einsatz. Der mietbare Freivorbauwagen punktet mit einem modularen Aufbau für maximale Anpassungsfähigkeit, einer hohen Ergonomie durch optimierte Längsfachwerke, einem innovativen Antriebskonzept mittels Kunststoffgleitlager und einem konkurrenzlosen Sicherheitsstandard. Die perfekte Abstimmung zwischen Schalung und Freivorbauwagen stellt einen wirtschaftlichen und reibungslosen Schalungseinsatz sicher, reduziert die Schnittstelle für den Tragwerksplaner und den Kunden auf nur einen Ansprechpartner, garantiert Planungs- und Kostensicherheit und optimiert den Bauablauf.
Prosmyky #1
Die Prosmyky-Brücke überspannt die Elbe auf einer Länge von 585 m. Das als Hohlkasten konzipierte Tragwerk liegt auf sechs Pfeilern auf, die ebenfalls mit Doka Schalungstechnik ausgeführt werden. Die drei Felder des Tragwerks werden mit zwei Doka-Freivorbauwägen in insgesamt 26 Betonierabschnitten mit einer Breite von jeweils 15 m und einer Länge von maximal 5 m ausgeführt. Die größte Spannweite beträgt 151 m. Damit verfügt die Prosmyky-Brücke über die längste Spannweite in Tschechien. Die Segmente werden ausgehend von einem Hammerkopf zu beiden Seiten der Pfeiler betoniert und vorgespannt. Der Freivorbauwagen ist mit Großflächenelementen Doka-Trägerschalung Top 50 bestückt. Mit Stegen die sich von 7,5 auf 3,5 m verjüngen, mittig an der Tragwerksplatte auszuführende Lisenen und einer Klothoide mit A=325m sowie einer daraus resultierenden Neigungsänderung im Querschnitt von null auf 3,5 Prozent stellen bei diesem Bauvorhaben hohe Anforderungen an die Schalungslösung. Die Großflächenelemente Trägerschalung Top 50 wurden vom Fertigservice der Ceska-Doka maßgenau vormontiert und just-in-time einsatzbereit auf die Baustelle geliefert. Eine besondere Herausforderung stellen dabei die mittig von der Tragwerksplatte positionierten Deckenlisenen dar. Die Baustellenmannschaft meistert diese Anforderung mit speziell gefertigten Lisenen-Kästen die ebenfalls vom Fertigservice der Ceska Doka hergestellt wurden. Diese Lisenenkästen sind mit einem Deckel ausgesattet - damit können sowohl Betonierabschnitte mit als auch solche ohne Deckenlisenen ohne zeitaufwendige Anpassungsarbeiten ausgeführt werden. Mit dieser Speziallösung ist ein zügiger Baufortschritt ohne kostenintensive Stehzeiten sicher gestellt. Durch den hohen Vormontagegrad des Doka-Freivorbauwagens sowie der Trägerschalung wird die, für die Baustellenvorbereitung erforderliche Zeit deutlich reduziert und die Baustellenlogistik insgesamt massiv entlastet.
Prosmyky #2
Prosmyky #3
Optimale Lösung für den Freivorbau
Der neuentwickelte Doka-Freivorbauwagen setzt neue Maßstäbe in punkto Ergonomie, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit und resultiert aus der langjährigen Erfahrung von Doka im Freivorbau. Der innovative Freivorbauwagen ist für die Herstellung von fünf Meter langen und bis zu 250 Tonnen schwere Brückensegmente dimensioniert. Damit können mehr als 90 Prozent aller weltweit im Freivorbau konzipierten Brückenbauvorhaben realisiert werden. Durch den modularen und flexiblen Aufbau können gerade und schräge sowie mehrzellige Hohlkastenquerschnitte ohne zeit- und kostenintensive Umbauarbeiten hergestellt werden. Auch die Ausführung von Plattenbalken ist mit dem Doka-Freivorbauwagen möglich. Das Doka-Kompetenzcenter für Freivorbauverfahren hat das Verbesserungspotential bei Freivorbaugeräten detailliert analysiert und mit dem neuentwickelten Doka-Freivorbauwagen konsequent und den Anforderungen der Baupraxis entsprechend umgesetzt.

Die augenscheinlichste Verbesserung gegenüber den auf dem Markt erhältlichen Freivorbaugeräten betrifft die Geometrie der Längsfachwerke. Diese sind als Parallelogramme ausgebildet und konsequent nach oben gezogen. Dadurch sind die Arbeitsplätze im Bereich der Kragarm- und Deckenschalung wesentlich großzügiger dimensioniert und auch einfacher zu erreichen. Zusätzlich ist das Verletzungsrisiko für die Bauarbeiter deutlich geringer. Auch die 60 cm hohen Gleitschienen lassen sich problemlos überstiegen und stellen für die Bauarbeiter kein Hindernis dar. Durch die außenliegende Verschwertung bietet der neue Doka-Freivorbauwagen darüber hinaus ein Maximum an Manipulationsraum für das Einheben der Bewehrung und das Einbringen des Betons.

Eine weiter maßgebliche Verbesserung ist der als doppelstegiger Vollwandträger ausgebildete Ankerträger der ein Höchstmaß an Flexibilität sicher stellt. Die Ankerstäbe können über die gesamte Länge des Ankerträgers in einem engen Raster frei positioniert und so perfekt auf das Biegemoment abgestimmt werden. Die Ankerstäbe werden von einer breitdimensionierten und gesicherten Arbeitsbühne aus bedient. Auch eine asymmetrische Anordnung des Ankerträgers, die zum Beispiel im Falle von beengten Platzverhältnisse aufgrund von Nachbarbauwerken erforderlich ist, kann Dank des modularen Aufbaus problemlos realisiert werden. Der Ankerträger ist so wie die restlichen Universalträger des neuen Freivorbauwagens in den Längen 6,6 und 8,8 m verfügbar. Zusätzlich ist der Träger mit einen Stahlprofil für das horizontale Verfahren der Vorspannpresse mittels Laufkatze ausgestattet. Somit sind keine bausstellenseitig anzubringenden Provisorien wie das Anschweißen zusätzlicher Profile an den Freivorbauwagen erforderlich. Auch der Kragarmbügel, auf dem die Schalung beim Umsetzen des Freivorbauwagens abgelegt wird, ist modular aufgebaut. Dadurch ist eine flexible Anpassung der Kragarmschalung an unterschiedliche Tragwerksgeometrien gegeben. Darüber hinaus ermöglicht der flexible Kragarmbügel eine auf die Lage der für die Vorspannung erforderlichen Hühlrohre abgestimmte Positionierung der Anker. Für die Ausführung der sich in der Höhe verjüngenden Stege hat Doka den neue Freivorbauwagen mit einer teleskopierbaren Trägerschalung zusätzlich optimiert. Dadurch sind keine bauseitig durchzuführenden Eingriffe in die Schalung, wie das Zurückschneiden oder Kürzen von Systemkomponenten, erforderlich. Die überzählige Schalung wird mit wenigen Handgriffen demontiert und der Universalträger der Stegschalung entsprechend der Verjüngung nach oben gespindelt.
Planungs- und Kostensicherheit garantiert
Doka ist mit dem neu entwickelten Freivorbauwagen weltweit der einzige Hersteller der eine Komplettlösung für den Freivorbau anbietet. Durch die perfekt abgestimmte Kombination aus Doka-Freivorbauwagen und der Trägerschalung Top 50 ist die oftmals fehleranfällige Schnittstelle zwischen Wagen und Schalung eliminiert. Die Baufirmen profitieren von Planungs- und Kostensicherheit und können ihre Freivorbauprojekte schneller, sicherer und wirtschaftlicher als bisher abwickeln. Der Doka-Freivorbauwagen ist eine mietbare Komplettlösung die ein Höchstmaß an Wirtschaftlichkeit und Kostentransparenz gewährleistet.
Innovative Wege hat Doka auch bei der Entwicklung des Antriebs für den Freivorwagen beschritten. Im Gegensatz zum Mitbewerb rollt der Doka-Freivorbauwagen nicht auf teuren und wartungsintensiven Panzerrollen sondern gleitet auf Kunststoffgleitlagern sicher und kontrolliert von einem Betonierabschnitt in den nächsten. Diese aus einer speziellen Kunststoffmischung hergestellten Gleitlager sind in ihrem Reibungsverhalten so ausgelegt, dass ein ungewolltes Verfahren durch ausreichende Haftreibung verhindert wird und der Freivorbauwagen dennoch mittels Hydraulikzylinder problemlos in den nächsten Betonierabschnitt transportiert werden kann. Auch die Montage des Freivorbauwagens am Hammerkopf kann mit dem neuen Antriebskonzept sicher und präzise durchgeführt werden.
Sicherheit geht vor
Neben der Optimierung der Geometrie und der Flexibilität des Freivorbauwagens durch den modularen Aufbau wurde im Zuge der mehrjährigen Entwicklungsarbeit ein Schwerpunkt auf die Erhöhung der Arbeitssicherheit gelegt. So ist der Ankerträger im Gegensatz zum Mitbewerb über einen Leiternaufstieg mit integrierten Rückenschutz und rundum geschlossenen Arbeitsbühnen aus dem Doka-Standardprogramm sicher erschlossen. Auch die beiden weiteren Arbeitsebenen im Bereich der Kragarm- und Deckenschalung sowie der Bodenschalung sind mit Aufstiegen und Arbeitsbühnen ausgestattet. Selbstsichernde Durchstiegsöffnung komplettieren das umfassende Sicherheitspaket.
Prosmyky #4
Prosmyky #5
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