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Diamanten für den Orinoco

29.01.2013 | Presse
Wenn einer der größten Flüsse Südamerikas samt Sumpf- und Hochwassergebiet mit Kraftwagen oder Eisenbahn überquert werden soll, braucht es eine neue Verbindung der Superlative. Zwei 135,5 m hohe Pylone für die dritte Brücke über den Fluss Orinoco in Venezuela nehmen mit einer Schalungslösung und Selbstklettertechnik von Doka Form an.
Die venezolanische Regierung investiert in das Vorzeigeprojekt in Caicara del Orinoco. 11,125 km wird die Gesamtlänge der Brücke nach der geplanten Fertigstellung im Jahr 2015 betragen. Die Hauptbrücke misst 2,28 km und die Fahrbahn liegt 55 m über dem Wasserspiegel des Orinoco. Zwei idente Diamant-Pylone mit einer Spannweite von 360 m sorgen für eine tragfähige Straßen- und Eisenbahnverbindung. Die Schalungslösung für die beiden Pylone im Norden und Süden kommt von Doka. Als ein international führender Anbieter von Schalungstechnik ist Doka in Lateinamerika mit Tochterunternehmen in Brasilien, Chile, Mexiko, Panama und Peru vertreten.

Als die bauausführende Firma Odebrecht bei Doka Brasil angefragt hat, waren die Schalungsarbeiten für den Südpylon bereits im Gange. Doch die zu diesem Zeitpunkt eingesetzte lokale Krankletterschalung stieß bereits nach kurzer Bauzeit an ihre Grenzen. Nach ersten Gesprächen mit Odebrecht hat Doka eine Lösung mit der kranunabhängigen Selbstkletterschalung SKE100 entwickelt, die zahlreiche Vorteile bietet: „Die von Doka präsentierte Schalungslösung hat den Kunden hinsichtlich Sicherheit und Kosteneffizienz sowie mit einem raschen Baufortschritt überzeugt“, erklären die verantwortlichen Doka-Projekt-Manager Markus Kamleithner und Nikolaus Eder.

Flexible Schalungslösung gefragt

Die 135,5 m hohen Pylone sind im Grunde identisch, unterscheiden sich aber bei der Ausführung. Die Neigung beträgt unterhalb des Querbalkens 18 Grad und oberhalb 13 Grad. Bei der Planung waren vor allem die Querschnittsänderungen, der Catwalk – das ist der Verbindungslaufsteg zwischen den Pylonbeinen – sowie eine zusätzliche Hängebühne für den Zustieg zum Personenaufzug herausfordernd.

Mit signifikanten Querschnittsänderungen vom Fundament bis zum Querbalken und weiterer Verjüngung bis zur Vereinigung der Pylonbeine stellt die Bauwerksgeometrie höchste Anforderungen an die Anpassungsfähigkeit der Schalungssysteme. Mit der Selbstkletterschalung SKE100 und der flexibel anwendbaren Trägerschalung Top 50 können diese ohne zeitintensive Adaptionsarbeiten erfüllt werden. Die Tragkraft von 10 t je Konsole ermöglicht das gleichzeitige Arbeiten auf mehreren Ebenen. Eine weitere Ebene über der Betonierbühne ist für die Montage der Bewehrungskörbe vorgesehen. Die Schalungs- und Bewehrungsarbeiten können dadurch parallel laufen. 

Sicherheit wird großgeschrieben

Für Sicherheit während der Arbeiten sorgt ein Schutzschild. Die Arbeitsbühne und Level +1 sind mit Trapezblechen eingehaust, alle anderen Ebenen mit Standardgeländern ausgeführt. Ein sogenannter Catwalk fungiert als Hauptverkehrsweg zwischen den Pylonbeinen. Er ist an den Selbstkletterautomaten befestigt und wird in den nächsten Abschnitt mitgeklettert. Eine zusätzliche dritte teleskopierbare Hängebühne ermöglicht den Zustieg zum Personenaufzug.

Technische Expertise vor Ort

Nach etwa fünfmonatiger Planung wurde im September 2011 mit der Vormontage der SKE100-Einheiten begonnen. Beim Südpylon hat Doka die Schalungsarbeiten ab dem 17. Betonierabschnitt übernommen, beim Nordpylon war Doka-Selbstklettertechnik von Beginn an im Einsatz. Zwei Sätze der Selbstkletterschalung SKE100 mit insgesamt 54 Einheiten, ein Catwalk sowie die Trägerschalung Top 50 sind in Verwendung. Doka hat alle Systeme für die Vormontage und Installation vor Ort geliefert. In der wichtigen Montagephase waren sowohl Projekt-Manager Markus Kamleithner als auch internationale Richtmeister vor Ort. Sie stellten die professionelle Einweisung des Baustellenpersonals sowie die fachgerechte Montage, Installation und Handhabung der Schalungssysteme sicher. Ein Richtmeister unterstützt das Projektteam seither mit technischer Expertise vor Ort.

Nach sieben bzw. acht Einsätzen haben die Selbstkletterautomaten von Doka mit Beginn des Jahres 2013 eine Höhe von 65,7 bzw. 33,8 m erklommen. Die Firma Odebrecht, die mit Doka bereits bei Projekten in Brasilien und anderen Ländern zusammengearbeitet hat, ist mit der Wahl der Selbstkletterlösung sehr zufrieden. „Doka hat uns mit einer durchdachten Schalungslösung überzeugt. Sowohl das Gesamtpaket als auch der Detailierungsgrad bei der Angebotslegung waren beeindruckend. Bei der Montage vor Ort haben die Schalungsexperten von Doka eine wichtige Basis für einen erfolgreichen Projektverlauf gelegt“, sagt Vicente Rodrίgues.

Pressekontakt
Uwe Adlunger
Uwe Adlunger+49 8141 394-6197
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Mit der Selbstkletterschalung SKE100 und der flexibel anwendbaren Trägerschalung Top 50 können die Anforderungen der Querschnittsänderungen ohne zeitintensive Adaptionsarbeiten erfüllt werden.
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