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Universität Augsburg
Institut für Theoretische Medizin

Augsburg, Deutschland

Sehen heißt verstehen.

Beim Bau eines Forschungs- und Lehrgebäudes in Augsburg wird auch 3D-Visualisierung in BIM genutzt, um den komplexen Bauabläufen Herr zu werden.

Mit dem Institut für Theoretische Medizin entsteht derzeit der zweite Baustein der medizinischen Fakultät der Universität Augsburg. Der Neubau beeindruckt architektonisch v. a. durch seine "inneren Werte", u. a. einem ganzseitig umschlossenen Lichthof mit großer Sitztreppe im Erdgeschoss. Mithilfe virtueller Planung durch Doka gelang es gemeinsam mit dem Team der Burger Bau GmbH, technisch präzise Schalungslösungen zu entwickeln und effiziente Bauabläufe sicherzustellen.

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Gebäudetyp
Forschungs- und Lehrgebäude

Herausforderung
Komplexe Bauwerkstatik und Bauabläufe verlangten in puncto Unterstellung und Schalung nach hochpräziser Vorgehensweise

Hohe Anforderungen an Betonoberflächen

Lösung
3D-Visualisierung in BIM mit DokaCAD for Revit

Vormontierte Schalungselemente vom Doka-Fertigservice

Weitere Projektdaten

Je komplexer das Projekt, desto wichtiger eine anschauliche Planung

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – das klingt trivial, ist aber wahr. Mithilfe von graphischen Darstellungen lassen sich schwierige Sachverhalte auf einen Blick verständlich machen. Das gilt auch auf der Baustelle: kein Bauvorhaben ohne Bauplan. Und je komplexer die Anforderungen, desto bedeutsamer ist nicht nur eine technisch präzise, sondern auch eine anschauliche Planung. Nach dem Prinzip „Sehen heißt verstehen.“ vertraute die Burger Bau GmbH beim Projekt ITM Augsburg deshalb auf virtuelle Schalungsplanung durch Doka, um die Herausforderungen bei den Betonbauten kontinuierlich im Blick zu haben und optimal zu lösen.


Planung auf hohem Niveau

Komplexe Geometrien und damit einhergehend die Notwendigkeit einer punktgenauen Ableitung der Lasten verlangten insbesondere bei Decken und Treppen im wahrsten Sinne des Wortes nach Planung "auf hohem Niveau“. Das Erdgeschoss rund um den Lichthof erstreckte sich über zwei Etagen, sodass für die Deckenschalung dort auf über 8 m unterstellt werden musste, für die Treppenaufgänge auf über 7 m. Die Unterstellung wurde mit Staxo 100-Türmen gelöst. Dabei wurden massive bauseitige Stahlträger, die zur Abtragung der enormen Lasten der Obergeschosse in das Fundament notwendig waren, mittels Gerüstrohren zur Lagesicherung und Ausrichtung an die Staxo 100-Türme angeschlossen. Zusätzlich mussten teilweise die Staxo-Türme als Notunterstellung stehen bleiben, da sich der auskragende Teil der Erdgeschossdecke erst nach der Fertigstellung der dritten Obergeschossdecke im Verbund selbst tragen konnte.

Alles in allem eine nicht ganz einfache Situation – mithilfe virtueller Planung durch Doka (Kooperation zwischen der Deutschen Doka und dem Corporate Engineering-Team) aber dennoch kein Problem. Denn dank digitaler 3D-Visualisierung mit BIM ("Building Information Modeling"), ausgeführt mit der Planungssoftware DokaCAD for Revit, hatte die Baustellenmannschaft zu jeder Zeit ein hoch präzises, realistisches Modell der Unterstellung vor Augen. Und dies trug entscheidend dazu bei, die architektonischen Besonderheiten des Bauwerks besser zu verstehen, Störstellen frühzeitig zu identifizieren und zu umgehen und die Unterstellung unter Einhaltung des straffen Zeitplans zu errichten. Außerdem konnten in Revit die im System integrierten Bühnenbeläge optimal geplant und so zuverlässig für die nötige Arbeitssicherheit in 8 m Höhe gesorgt werden.

Die Doka-Ansprechpartner standen dem Team der Burger Bau GmbH dabei projektbegleitend mit Rat und Tat zur Seite und unterstützten auch vor Ort mit ihrem Knowhow. Und diese partnerschaftliche Zusammenarbeit trug wesentlich zum Gelingen bei. Sich sehen hieß hier auch sich verstehen.

Optik und Statik im Einklang

Teamwork war auch bei Wänden und Sitztreppe entscheidend, die in Sichtbetonqualität SB3 herzustellen waren. Um hier das gewünschte Anker- und Fugenbild zu erzielen, war eine enge Zusammenarbeit mit der Arbeitsvorbereitung notwendig. Gleichzeitig gab die Statik eine Trennung der Betonierabschnitte an klar definierten Stellen vor, da einige Wände als wandartige Träger ausgebildet werden mussten. Es galt also, ein Schalungskonzept zu entwickeln, das Optik und Statik optimal in Einklang brachte. Die Umsetzung erfolgte mit vormontierter Trägerschalung aus dem Doka-Fertigservice. Um Material zu sparen, kamen die Schalelemente dabei mehrfach zum Einsatz. Dazu mussten sie vor Ort umgebaut werden. Und auch hier – und damit schließt sich der Kreis – trug das Prinzip "Sehen heißt verstehen" wesentlich zum Erfolg bei. Doka-Richtmeister Nicola Müller unterstütze das Team von Burger Bau dabei, den Umbau der Schalelemente direkt auf der Baustelle zeit- und ressourceneffizient zu koordinieren.

Mittlerweile sind die Schalungsarbeiten am ITM Augsburg abgeschlossen, und nicht nur die Doka-Ingenieure ziehen ein positives Fazit ("Wir lieben es, wenn ein virtueller Plan funktioniert."). Auch auf Seiten des Bauunternehmens sieht Martin Pal, Leiter Arbeitsvorbereitung, für zukünftige Projekte großes Potential in der virtuellen Schalungsplanung mit BIM.


„Die 3D-Visualisierung in Revit war ungemein hilfreich für den Aufbau der Unterstellung.“

Martin Pal | Leiter Arbeitsvorbereitung | Burger Bau GmbH


Projektdaten

Jahr
2023
Land
Deutschland

PLZ
86156
Stadt
Augsburg

Bauausführendes Unternehmen
Burger Bau GmbH
Auftraggeber
Staatliches Bauamt Augsburg
Architektur
BHBVT Gesellschaft von Architekten mbH

Schalfläche Wand
ca. 5.000 m2
(Gesamtfläche Wand ca. 18.000 m2)

Schalfläche Decke
ca. 300 m2
(Gesamtfläche Decke ca. 20.000 m2)

Höhe Unterstellung
bis zu 8 m


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