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Central Business Tower | Frankfurt am Main

Hybrid aus historisch und modern

12.10.2026 | Germany
Central Business Tower | Frankfurt am Main
In Frankfurt am Main entsteht im Auftrag der Helaba (Landesbank Hessen-Thüringen) der „Central Business Tower“. Der moderne Bau nach einem Entwurf von KSP Engel verbindet gekonnt Teile des historischen Bestandsgebäudes mit zeitgemäßer Hochhausarchitektur. Damit hier trotz extrem eingeschränkter Platzverhältnisse alles glatt läuft, holte sich Generalunternehmer ZÜBLIN für die Schalungslösung Doka an Bord.

Pressekontakt

Impressionen

Frankfurt a. M. wird seinem Ruf als internationale Finanzmetropole und „Mainhattan“ einmal mehr gerecht und wächst um ein weiteres Bankhochaus. Im Auftrag der Helaba realisiert ZÜBLIN in einer ARGE mit der Dobler Metallbau GmbH den „Central Business Tower“ (CBT) an der Kreuzung Neue Mainzer Straße und Junghofstraße. Der 205 m hohe Büroturm wird nach seiner Fertigstellung den benachbarten MAIN TOWER als Nummer 5 der höchsten Hochhäuser Deutschlands ablösen. Der Entwurf der Architekten aus dem Hause KSP Engel vereint das moderne Hochhaus mit dem historischen Bankgebäude von 1889-92, dessen denkmalgeschützte Fassade erhalten bleibt. Die Schalungslösung für das Großprojekt vertraute man Doka an.

Neorenaissance meets Corporate Modernism
Der markante Hochhaus-Glasbau bezieht das denkmalgeschützte, über 130 Jahre alte Stadthaus im Sockel mit ein. Dessen Betonkern wurde im Zuge des Umbaus erneuert, nachdem man vorher die historische Fassade und Schalterhalle (Rotunde) aus Sandstein behutsam zurückgebaut und restauriert hatte. Der Tower selbst beherbergt baulich drei Hochauskerne. Nord- und Südkern klettern voraus, so dass Wände und Decken des Mittelkerns dazwischen mitklettern können. Schalungstechnisch setzt man hier auf die Plattform SCP von Doka sowie nachlaufende Lagerbühnen. Sie versorgen die Baustellenmannschaft mit Material, das nicht auf den Decken gelagert werden kann: Star¬ke Hy¬drau¬lik¬zy¬lin¬der he¬ben Plattform, Scha¬lung und Ma¬te-rial¬con¬tai¬ner in nur ei¬nem Hub in den nächs¬ten Be¬to¬nier¬ab¬schnitt. Da der Weg zum Einsatzort dadurch wesentlich kürzer ist, werden so wichtige Krankapazitäten eingespart. All dies trug dazu bei, den vorgesehenen Wochentakt pro Stockwerk problemlos einzuhalten.

Die West- und Ostfassaden weisen zudem jeweils drei Versprünge in der Vertikalen aus. Je auf den Stockwerken 16, 29 und 41 verschlankt sich der Turm um einige Meter, und gibt zunehmend den Blick auf den lichtdurchfluteten, mittleren Hochhauskern preis. Um die Sicherheit bei der Herstellung der Deckenränder auch hier gewährleisten zu können, müssen die Schutzschildeinheiten in diesen Bereichen durch eine Strebenkonstruktion gehalten werden. Bei der Einteilung der Schutzschildelemente wurde von Beginn an darauf geachtet, dass diese nach den Versätzen passgenau mit der Fassadenkante zurückspringen können.

Wenig Platz erfordert enge Abstimmung
Eine weitere Herausforderung waren die sehr eingeschränkten Platzverhältnisse. „Sie können sich vorstellen, dass wir hier, mitten in der Frankfurter Innenstadt, sehr, sehr wenig Raum zum Lagern und Montieren haben“, sagt Tillmann Walz, verantwortlicher Bauleiter bei ZÜBLIN. „Darum haben wir uns intensiv mit Doka abgestimmt, damit das Schalungsmaterial just in time angeliefert wurde, das dann zügig auf der Baustelle eingesetzt werden konnte. Das hat unsere Logistik rund um das Material vor Ort entschieden entlastet.“

Planung in Revit
Nachdem beim CBT gleich drei Hochhauskerne parallel in die Höhe gebaut werden, war die Schalungsplanung entsprechend anspruchsvoll. Aufgrund der sehr komplexen Träger- und Klappkonstruktionen modellierten Dokas Techniker die Wandschalung in Revit. „Die exakte Abfolge der Klappmechanismen ist hier sehr wichtig. Wir mussten sicherstellen, dass nichts im Weg ist. Außerdem haben wir in Revit Stahlsonderteile modelliert, mit denen die Schalungselemente passgenau verbunden und dann auch kollisionsfrei ausgeschalt werden konnten“, erklärt Anja Teichert, eine der Doka-Ingenieur*innen, die das Modell in Revit erstellt hatten. Aus diesem Modell konnten dann für die Baustelle auch die Einsatzplanung sowie die Planung des Klettervorgangs generiert werden.
Der CBT soll nicht nur technisch zukunftsweisend sein. Vielmehr spielt auch Nachhaltigkeit eine zentrale Rolle. Im Rahmen des Projekts wird eine Zertifizierung nach dem internationalen Nachhaltigkeitsstandard LEED (Leadership in Energy and Environmental Design) in der höchsten Bewertungsstufe Platin angestrebt. Zu den vorgesehenen Maßnahmen zählt unter anderem die Integration einer Photovoltaikanlage in der Glas-Metallfassade – bis dato einzigartig in der Bankenmetropole.

2028 soll der Hochhaus-Komplex bezugsfertig sein.
Projektdaten „Central Business Tower“

Bauherr: Helaba (Landesbank Hessen-Thüringen)
Standort: Frankfurt am Main
Bauart: Hochhaus (Bürokomplex mit Gastronomie- und Kulturangebot)
Architekt*innen: KSP Engel
Bauausführung: ARGE ZÜBLIN + Dobler Metallbau GmbH
Bauwerkshöhe: 205 m | 52 Obergeschosse, 5 Untergeschosse
Anzahl Hochhauskerne: 3
Bauzeit: 2021-2028
Dienstleistungen Doka: Technische Planung (inkl. 3D-Planung), Statik, Projektmanagement, Richtmeister, Fertigservice, Schalungsvormontage, Logistik
Systeme im Einsatz: Kletterschalung SCP, Schutzschild Xclimb 60, Trägerschalung Top 50, Rahmenschalung Framax Xlife, Doka-Ausfahrbühne
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