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Anker für neues Linzer Wahrzeichen

27.01.2021 | Presse
Zwischen den steilen felsigen Hängen des Donautals wird sich bald die „Linzer Golden Gate Bridge“ spannen. Doka ist am Entstehen dieses weltweit herausragenden Bauwerks „fundamental“ beteiligt.

Impressionen

Die neue A26, die 5 km lange Linzer Westumfahrung, wird großteils unterirdisch verlaufen. Aber wenn sie an die Oberfläche tritt, ist es umso spektakulärer! In ihrem Verlauf wird die A26 die Donau überqueren und genau dafür entsteht eine 300 m lange und 22,5 m breite Hängebrücke ohne sichtbare Tragpfeiler. Die tragenden Seile werden direkt in den Fels der Uferwände verankert, was dem Bauwerk mit seinen 13.000 Tonnen optisch eine gewisse Leichtigkeit und Eleganz verleiht.

Schalung maßgeschneidert
Die sogenannten Ankerblöcke stellen die Übergänge zwischen den rund 120 Felsankern dar, die ihrerseits bis zu 70 m in den Berg reichen, und den Seilen, die die Brücke tragen werden. Der Ankerblock Nord, für den 3.650 m³ Beton verbaut wurden, ist bereits fertig gestellt. Abgesehen vom gewaltigen Volumen war seine besondere Geometrie mit einem nach oben zulaufenden Radius, den Durchgängen für Spannrohre und Ankerschwerter und zahlreichen Stufen für die Abspannung eine große schalungstechnische Herausforderung. Der Sonderschalungsbau von Doka schaffte eine maßgeschneiderte Lösung aus Trägerschalung Top 50, mit Bretthölzern belegter und mit Mehrzweckriegeln WS10 verstärkter Rahmenschalung Framax Xlife sowie gewaltigen Formholzkästen. Diese Kästen bestehen u.a. aus 74 Halbschalen-Elementen, damit sich die Schalung passgenau an die 168 Auslässe für Spannkabel und Lehrverrohrungen legt.

Günter Keuschnig, Geschäftsführer der ausführenden ICM construction gmbh lobend: „Die gelieferte Qualität und Passgenauigkeit der Doka-Sonderschalung hat uns überzeugt.“ Für den optimalen Halt sowie zum reibungslosen Ein- und Ausschalen hat die Baustellenmannschaft die Halbschalen mittels Trägerklemme SL-1 verbunden.

Massenbeton permanent überwacht
Beim dritten Bauteil des Ankerblock Nord wurden 450 m³ Beton auf einmal betoniert. Um die Gefahr von Rissbildungen aufgrund von Temperaturspannungen im Massenbeton zu minimieren, setzte das ausführende Bauunternehmen das Betonmonitoring Concremote ein. An 18 Messpunkten erfolgte im Betonquerschnitt die kontinuierliche Temperaturüberwachung zur gezielten Steuerung der Betonnachbehandlung. Sobald sich die Kerntemperatur gegen 60° C bewegte, wurde der Beton über in der Lehrverrohrung verlaufende Wasserleitungen gekühlt.

Harald Zulehner, Geschäftsführer Doka Österreich GmbH, erklärt: „Wir sind stolz, an diesem spannenden Projekt beteiligt zu sein. Für die Herstellung des komplexen, großvolumigen Baukörpers lieferte Doka ein cleveres Paket aus Hard- und Software: zum einen die maßgeschneiderte Schalung für den Ankerblock und zum anderen unser Betonmonitoring Concremote zur permanenten Aussteuerung der Betonqualität beim Aushärten.“ Der Bau der A26-Donaubrücke bleibt spektakulär: im Herbst 2020 starteten die Arbeiten am Ankerblock Süd.
Projekt: Donaubrücke A26, Linz
Bauherr: ASFINAG Autobahnen und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft
Bauausführung: ICM construction gmbh
Dienstleistungen: Sonderschalungsbau, Betonmonitoring Concremote
Schalungssysteme: Rahmenschalung Framax Xlife, Trägerschalung Top 50, Traggerüst Staxo 100, Doka-Deckenstützen Eurex, Elementstützen, Spindelstreben T7 und T10
Bauzeit Ankerblock Nord: 01/2019 – 10/2020
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