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Unikat in Ortbeton - Doppelsternsystem nimmt Form an

16.12.2015 | Presse
Unter der Bezeichnung ESO Supernova Planetarium und Besucherzentrum entsteht derzeit in Garching, 15 km nördlich von München ein Unikat in Ortbeton. Die Kubatur des Gebäudes orientiert sich an einem engen Doppelsternsystem. Hierbei überträgt ein Stern seine Masse auf den anderen. In der Folge explodiert der schwerere Stern als Supernova.

Der spektakuläre Entwurf stammt von den Darmstädter Architekten Bernhardt + Partner. Die Ausführung übernimmt die GROSSMANN Bau GmbH & Co. KG aus Rosenheim. Sie setzten auf die kompetente Zusammenarbeit mit den Doka-Schalungstechnikern aus der nahegelegenen Niederlassung München.
Die Kubatur des Gebäudes orientiert sich an einem engen Doppelsternsystem. Hierbei überträgt ein Stern seine Masse auf den anderen. In der Folge explodiert der schwerere Stern als Supernova. Sie strahlt kurzzeitig so hell wie das Licht aller Sterne der Milchstraße zusammen.

Der spektakuläre Entwurf stammt von den Darmstädter Architekten Bernhardt + Partner. Die Ausführung übernimmt die GROSSMANN Bau GmbH & Co. KG aus Rosenheim. Sie setzten auf die kompetente Zusammenarbeit mit den Doka-Schalungstechnikern aus der nahegelegenen Niederlassung München.

Einzigartige Architektur

Die Schalung muss auf Anhieb passen. Die Herausforderungen an die Schalung für die geneigten und gleichzeitig gekrümmten Wände sind erheblich. In den unteren Takten weitet sich der Ortbetonbau nach oben hin auf, später neigen sich die Wände wieder zueinander. Jeder Betoniertakt ist verschieden. Jedes Schalungselement ist ein Einzelstück. Es passt nur an einer einzigen Stelle des Bauwerks. Und alles muss just-in-time geliefert und wieder zurückgeführt werden. Die Doka-Schalungstechniker haben dazu ein wirtschaftliches Konzept entwickelt, mit 3D-Planung, Elementmontage, -demontage und Logistik.

Starke Trägerschalung

Eingesetzt werden Elementroste der Trägerschalung Top 100 tec. Ihre hochbelastbaren Komponenten WU14-Riegel und I tec 20-Träger erlauben größere Freiheitsgrade für die Platzierung der 20er Anker. In dieser Kombination nimmt die Schalung höchste Betondrücke bei geringsten Verformungen auf. Das sind beste Voraussetzungen zur exakten Herstellung der zum Teil 18,00 m hohen und bis zu 23,5° geneigten Wände, die vom Grundriss her einer liegenden acht ähneln. Die Feinanpassung an Radius und Wandvorlagen erfolgt durch aufgesetzte Formkästen. Sie sind mit einer 8 mm starken Plexplatte belegt und sorgfältig auf einer Sparschalung verschraubt.

Präzise Elementmontage

Spezielle Gegebenheiten oder Bauwerksanforderungen sowie außergewöhnliche Formen verlangen oft individuelle Maßnahmen. So auch hier: Die gesamte Montage der außergewöhnlichen Schalungselemente erfolgt im Fertigservice der Doka-Schalungstechniker in Maisach. Westlich von München, nur 38 km von der Baustelle entfernt, werden die komplizierten Wandschalungselemente präzise hergestellt. Ganz genau auf den Bauablauf abgestimmt erfolgt die Montage und Anlieferung just-in-time. Nach nur einer einzigen Betonage kommen die Elemente zurück zur Doka und werden dort in anderen Dimensionen für den Folgeeinsatz entsprechend umgebaut. In Summe montiert das erfahrene Doka-Team für diese Baustelle mehr als 7.800 m² aufwändige Trägerschalung Top 100 tec.

Exakt eingemessen

Die passenden Schalungselemente sind jedoch nur der erste Ansatz. Ebenso wichtig ist die korrekte Platzierung im Gebäude. Im Gegensatz zu üblichen Bauwerken mit rechten Winkeln fällt die Orientierung hier schwer. Insofern wird jedes einzelne Schalungselement per Tachymeter eingemessen. Hierzu dienen in die Schalhaut integrierte Messpunkte. Der Tachymeter wiederum orientiert sich an einem für die gesamte Baustelle festgelegten Koordinatennetz. Zur Sicherheit wird die Platzierung vor der Betonage zweimal zusätzlich überprüft, von unabhängigen Beteiligten.

Tragfähige Unterstellung

Die geneigten Wandschalungen stehen in den aufgehenden Takten stabil und sicher auf einer Unterstellungskonstruktion aus dem Traggerüst Staxo 100. Als Oberkonstruktion montierte der Doka-Fertigservice eine Bühnenebene mit 3,00 m Breite. Diese bietet der Baumannschaft uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. Darauf wird auch die Schalung kraftschlüssig abgestellt und gegen Windangriff gesichert. Auf der Außenseite sind Schutzgitter aus dem Seitenschutzsystem XP angebracht. Sie sorgen für Sicherheit von Anfang an.

Baufortschritt in HD-Qualität

Der Baufortschritt kann auf der eigens eingerichteten Website www.supernova.eso.org/germany/ beobachtet werden. Im Nachgang wird ein Film über die komplette Erstellung des Bauwerks entstehen.

Das Bauteam hat zahlreiche Anfragen für Baustellenführungen. Sie können auf Grund der knappen Termine kaum realisiert werden. Mit einer exklusiven Führung hatte der Arbeitskreis Baufachpresse jedoch im Oktober Gelegenheit, sich das Projekt mit 35 Teilnehmern anzusehen. Voraus ging eine Informationsveranstaltung der Architekten, Baufirma und Doka mit Besichtigung der Fertigungsstätte, wo die komplizierten Schalungselemente montiert werden.

Verlässliche Zusammenarbeit

Die Bauarbeiten für das extravagante Gebäude begannen im Februar 2015. Seitdem gehen die Arbeiten gut voran. Die Eröffnung soll Mitte 2017 erfolgen. Bis dahin haben alle Baubeteiligen noch viel vor. Es sind schließlich mehr als 30.000 m³ Brutto-Rauminhalt mit höchstem Schwierigkeitsgrad herzustellen. Geschäftsführer Elias Laar von Grossmann Bau ist von der kollegialen Zusammenarbeit mit den Doka-Schalungstechnikern ganz angetan: „Es passt einfach alles. Die Leistung ist vorbildlich und auf die Menschen die dahinter stehen ist Verlass. Hier praktizieren wir Partnerschaft auf Augenhöhe.“

Über Grossmann Bau

Als eines der ältesten und größten Bauunternehmen im Landkreis Rosenheim, mit rund 225 Mitarbeitern, verfügt Grossmann Bau über ein besonderes Know-how im Hoch- und Ingenieurbau und ist unter anderem auf technisch anspruchsvolle Projekte spezialisiert. Vom Kerngebiet Rosenheim und München ausgehend ist die 1907 gegründete Bauunternehmung in dritter Generation im südbayerischen Raum tätig. Eine junge, gefestigte Führungsmannschaft und motivierte, gut ausgebildete Fachkräfte garantieren dem Auftraggeber hohe Qualität und Termintreue unter dem Motto: Bauen ist Gestalten vor Ort, unter ständig wechselnden Einsatzbedingungen.
www.grossmann-bau.de
Pressekontakt
Uwe Adlunger
Uwe Adlunger+49 8141 394-6197
Bildergalerie
Die zwei ineinander übergehenden Kuppeln des ESO Supernova Planetarium und Besucherzentrum ähneln im Grundriss einer liegenden Acht. Eine Kuppel wird das Planetarium aufnehmen, die andere das Besucherzentrum.
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Foto: Doka
In den unteren Takten weitet sich der Ortbetonbau nach oben hin auf, später neigen sich die Wände wieder zueinander.
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Foto: Doka
Eingesetzt werden Elementroste der Trägerschalung Top 100 tec. Ihre hochbelastbaren Komponenten WU14-Riegel und I tec 20-Träger erlauben größere Freiheitsgrade für die Platzierung der 20er Anker.
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Foto: Doka
Trägerschalung Top 100 tec dient zur exakten Herstellung der zum Teil 18,00 m hohen und bis zu 23,5° geneigten Wände.
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Foto: Doka
Außergewöhnlich hohe Präzision ist gefragt bei der Positionierung der Schalungselemente. Sie wird per Tachymeter eingemessen und vor der Betonage mehrfach geprüft.
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Foto: Doka
Die geneigten Wandschalungen stehen in den aufgehenden Takten stabil und sicher auf einer Unterstellungskonstruktion aus dem Traggerüst Staxo 100.
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Foto: Doka
Auf der Außenseite der Bühnen sind Schutzgitter aus dem Seitenschutzsystem XP angebracht. Sie sorgen für Sicherheit von Anfang an.
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Foto: Doka
Die gesamte Montage der außergewöhnlichen Schalungselemente erfolgt im Fertigservice der Doka-Schalungstechniker.
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Foto: Doka
Traggerüst Staxo 100 als Unterstellung für 3,00 m breite Arbeitsbühnen auf geneigten Rampenebenen.
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Foto: Doka
Die Feinanpassung an Radius und Wandvorlagen erfolgt durch aufgesetzte Formkästen. Das Ergebnis kann sich gut sehen lassen.
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Foto: Doka
Der Baufortschritt kann auf der eigens eingerichteten Website <a href="http://www.supernova.eso.org/germany/">www.supernova.eso.org/germany/</a> beobachtet werden.
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Foto: Doka
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