Die DGUV Regel 101-014 verlangt aus Gründen der Sicherheit und der Ergonomie wo möglich immer den Ein- und Ausbau von Schalungssystemen und -elementen aus der gesicherten Standposition, sprich: von unten. In der Praxis ist das nicht immer machbar oder zum Teil auch wenig praktikabel. Beim Einbringen und Positionieren von Fertigteilelementen ist es ohnehin gängige Praxis, dass Mitarbeiter immer wieder an potentiellen Absturzkanten stehen müssen. Ob Ortbeton- oder Fertigteildecke: Oberste Priorität hat die Sicherheit der Personen. Folglich sind insbesondere beim Arbeiten von oben entsprechende sichernde Maßnahmen, vorrangig technische Schutzmaßnahmen (Kollektivschutz), zu ergreifen. Darum erweitert Doka ihr Sortiment nun um das
Safeflex-System, um Kunden bei der Erfüllung der geltenden Anforderungen an die Arbeitssicherheit zu unterstützen – und so zur bestmöglichen Sicherheit der Mitarbeitenden beizutragen.
Witterungsbeständig, einfache Handhabung
Sofern ausschließlich von oben eingeschalt oder gearbeitet werden kann, schreibt die DGUV Regel geeignete Absturzsicherungen oder Auffangeinrichtungen vor. Ein stabiles Schutzgitter aus Stahl bietet hier eine besonders verlässliche Barriere: Es fängt nicht nur Bewegungsenergie direkt ab, sondern es verhindert den Absturz bereits präventiv. Ein weiterer Vorteil ist der sichere Auf- und Abbau aus dem Stand: Gitter von unten einhängen, nach oben schwenken – fertig. Neben der einfachen Handhabung zeichnet sich das System durch einen geringen Wartungsaufwand und eine unkomplizierte Lagerung aus, beispielsweise da die witterungsbeständigen Komponenten im Freien gelagert werden können. „Unser Ziel war es, eine Lösung zu schaffen, die es dem Kunden sowohl in der Bedienung als auch Lagerung und Wartung so einfach wie möglich macht, und ihm gleichzeitig ein Maximum an Sicherheit bietet“, so Philipp Eberlein, Produktmanager bei Doka Deutschland. „Darum haben wir diese leichte, aber robuste Stahlgitterlösung entwickelt.“
Durchdachtes Sicherheitsprinzip, das Zeit und Kosten spart
Das Safeflex-System bietet erhöhte Systemstabilität dank der formschlüssigen Verbindung der Jochträger mittels Safeflex-Komponenten. Da die Jochträger, Querstangen und Systemgitter von unten montiert werden können, wird die erste Prämisse für sicheres Arbeiten erfüllt: von der gesicherten Standposition aus. Beim Verlegen von Fertigteilelementen bzw. der Querträgerebene und Schalungsplatten von oben ist der Arbeitsbereich nun durch die Systemgitter kollektiv gesichert. Dies erhöht auch die Effizienz, da so im Regelfall die Notwendigkeit zur persönlichen Sicherung (PSAgA) entfällt. Die Grundkonstruktion ist dank voreingestellter Systemmaße schnell vom Boden aus auf- und abgebaut – das spart Zeit und Kosten, erhöht aber gleichzeitig die Sicherheit. Aufgrund der stabilen Verbindung der Jochträgerebene kann die Anzahl der Stützbeine deutlich reduziert werden, bei Verwendung des Safeflex-Wandhalters sogar fast vollständig. Wird der XT20 von Doka als Jochträger eingesetzt, kann dies nochmal spürbar den Bedarf an Material sowie Zeit (zur De-/Montage) verringern.
Ein System für Fertigteil- und Ortbetondecken
Das flexible 5 cm Raster der Querstange ermöglicht eine Anpassung an unterschiedliche Gebäudegrundrisse. Die pulverbeschichteten Systemgitter können sowohl gekauft als auch gemietet werden, und sind in sechs unterschiedlichen Breiten erhältlich, die zur besseren Unterscheidung in Farbcodes eingeteilt sind. Ein nahtloser Übergang zum bewährten Dokaflex ist gegeben: Bestehendes Dokaflex-Material wie H20-Träger, Eurex Deckenstützen und Schalungsplatten kann mittels ergänzenden Safeflex-Komponenten einfach weiterverwendet werden.
Selbstverständlich ist das Safeflex-System, genau wie das Safeflex-Schiebegitter, nach neuestem DGUV Test GS-Bau-18 Version 12/2024 geprüft, in der die Sicherheitsstandards nochmal verschärft wurden.