
Unter hohem Termindruck souverän bauen geht, wenn sowohl Bauunternehmen als auch Schalungsexperte offen und mutig für neue, ungewöhnliche Ideen sind.
Wie ein weißer Monolith überragt der 124 m hohe Europa-Allee-Tower das Europaviertel. Den Rohbau des Hochhauses realisierte die bauausführende Adolf Lupp GmbH & Co. KG in gerade einmal 12 Monaten. Denn als man im April 2024 von der Gustav Zech Stiftung den Auftrag für die Ausführung erhielt, mussten die Rohbauarbeiten quasi über Nacht aufgenommen werden, denn der gesteckte Zeitplan war eng getaktet.
Gebäudetyp
Highrise
Herausforderung
Kurzfristiger Projektstart | enger Zeitplan | wenig Lagerfläche
Lösung
Xclimb 60 ohne Nachlaufbühnen, da Decken direkt nachgezogen wurden | erstmaliger Einsatz Xclimb 60 mit Klappbühnen und einklappbahrer Spindel | sehr schlanke Klettersystemführung
Für die Schalungslösung vertraute Lupp auf die erfahrenen Spezialisten von Doka, mit denen man parallel zum Highrise-Projekt auch an der direkt an den Tower anschließenden Messe-Verbindungsbrücke VIA Mobile West zusammenarbeitete. Oder mit denen gemeinsam man vor einigen Jahren schon den OMNITURM in der Mainmetropole realisiert hatte. Dessen damals eigens konzipiertes Schutzschild fand nun, nach dem Projekt des Architekten Bjarke Ingels sowie dem Hochhaus „99 West“, beim Europa-Allee-Tower seinen dritten Einsatz.
Aufgrund der sehr kurzfristigen Beauftragung von Lupp war die Vorlaufzeit für die Konzeptentwicklung begrenzt. In enger Abstimmung mit Doka entwickelte man deshalb für den Hochhauskern eine durchdachte Zwitterlösung, die sowohl effizient als auch wirtschaftlich war. „Wir haben zwar klassisch die Wände vorausgebaut, aber kamen mit den Decken so schnell nach, dass wir von den Decken aus alle Nachlaufarbeiten schnell hinterherziehen konnten. Das hat so super funktioniert“, erklärt Michael Bellon, verantwortlicher Oberpolier bei Lupp.
„Trotz der einfachen Lösung haben wir unseren Wochentakt pro Geschoss problemlos geschafft.“
Doka-Projektmanager Marius Lenartz verrät noch eine weitere Besonderheit des Projekts: „Wir hatten hier die Gelegenheit, mal etwas auszuprobieren, was wir in Deutschland so auch noch nie hatten. Nämlich das Führen des Klettersystem in nur einem Schuh statt zwei. So konnten wir das Sytem sehr schlank halten. Möglich war das nur, weil uns Lupp und insbesondere Michael Bellon hier ihr Vertrauen geschenkt hatten. Sein Feedback zur Lösung war auch essentiell für das Gelingen und zeugt von der gegenseitigen Wertschätzung."
Mittlerweile sind die Rohbauarbeiten abgeschlossen und das Gebäude bald bezugsbereit. Wichtigste Nutzer im Europa-Allee-Tower werden die Sparda-Bank, die Messe Frankfurt sowie die ATLANTIC Hotel Gruppe sein.
Jahr der Fertigstellung
2026
Projektdauer
12 Monate
Land
Deutschland
PLZ
60486
Bauausführung
Adolf Lupp GmbH & Co. KG
Auftraggeber
Gustav Zech Stiftung
