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Flyover ES-25 | Schnellstraße S19
Babica-Jawornik, Polen

Babica, Polen

Engineering in luftiger Höhe

Mit zehn bis zu 66 Meter hohen Pfeilern und Spannweiten von bis zu 188 Metern zählt der Flyover ES-26 zu den beeindruckendsten Infrastrukturprojekten Polens.

Das Brückenbauwerk entsteht im Südosten Polens auf der neuen Schnellstraße S19 und ist Teil der Via Carpatia, einer europäischen Nord-Süd-Verkehrsachse vom Baltikum bis nach Südosteuropa.

Es stellt mit außergewöhnlichen Bauhöhen, anspruchsvollem Gelände und der Errichtung des Überbaus im Freivorbau hohe Anforderungen an Planung und Ausführung. Doka unterstützt das Projekt mit Engineering-Know-how und technischer Betreuung vor Ort. Zum Einsatz kommen Selbstkletterschalung, Schwerlast-Unterstellungen, Freivorbauwagen sowie eine modellbasierte 3D-Planung – für einen sicheren und effizienten Baufortschritt.

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Gebäudetyp
Piers, Hammerkopf, Freivorbau

Herausforderung
Steile Hänge und eingeschränkte Montageflächen rund um die mit 80m höchste Brücke Polens stellten höchste Anforderungen an die Herstellung der Brückenpfeiler.
Für die Herstellung der Hammerkopfsegmente in über 60 m Höhe war eine konventionelle, bodengestützte Unterstellung nicht umsetzbar.
Mit einer Spannweite von bis zu 188 Metern erforderte die Brücke ein Bauverfahren, das Präzision, Effizienz und hohe Produktivität vereinte, um den ambitionierten Terminplan einzuhalten.

Lösung
Drei Einheiten der Selbstkletterschalung SKE100 mit integrierten Arbeitsbühnen, Treppentürmen und Leitern ermöglichten sichere und effiziente Arbeitsabläufe in großer Höhe.
Direkt an den Pfeilern befestigte UniKit-400-kN-Wandkonsolen in Kombination mit UniKit-Trägern und Absenkköpfen bildeten eine robuste Schwerlastlösung für die Startsegmente des Freivorbaus.
Fünf Paare Freivorbauwagen ermöglichten die abschnittsweise Herstellung des Überbaus und parallele Bauabläufe an mehreren Pfeilern gleichzeitig.

Weitere Projektdaten

Sicher in die Höhe. Effizient im Bau.

Die anspruchsvolle Topografie, Bauwerkshöhen von über 60 m und ein eng getakteter Bauzeitplan stellten hohe Anforderungen an Planung und Ausführung. Ein durchgängiger Engineering-Ansatz über alle Bauphasen hinweg bildete die Grundlage für eine effiziente Umsetzung. Für die Herstellung der Brückenpfeiler kamen drei Einheiten der Selbstkletterschalung SKE100 zum Einsatz. Das vollständig geschlossene System mit integrierten Arbeitsbühnen, Treppentürme und Leitern und schuf damit sichere Zugänge und geschützte Arbeitsbereiche – selbst in großer Höhe.

Sichere Lastableitung in 60 m Höhe

Nach der Fertigstellung der Pfeiler lag der Fokus auf der Herstellung der Hammerkopf-Segmente. Sie bildeten das Startsegment für den anschließenden Freivorbau des Überbaus. In Höhen von über 60 m war eine konventionelle, bodengestützte Unterstützung nicht mehr praktikabel.

Stattdessen wurden 400-kN-UniKit-Wandkonsolen direkt an den Pfeilern aufgehängt und ermöglichten so eine sichere Ableitung der Lasten in die Tragstruktur. In Kombination mit UniKit-Trägern, UniKit-Absenkköpfen und Abstützböcken an der Außenseite entstand eine leistungsfähige und zugleich wirtschaftliche Schwerlastlösung für das 13 m breite Basissegment.

Freie Spannweiten. Schrittweise gebaut.

Von den Hammerköpf-Segmenten aus werden nun die Brückenfelder mithilfe von fünf Paaren des Freivorbauwagens Schritt für Schritt hergestellt. Jeder Betoniertakt bildet ein neues Segment mit einer Länge von etwa 3,25 bis 5,0 m. Nach dem Erhärten wird das Segment mit dem bereits fertiggestellten Bauwerk vorgespannt. So bleiben die erforderlichen Druckkräfte im Querschnitt erhalten und die Freivorbauwagen können sicher in den nächsten Betonierabschnitt umgesetzt werden.

Zehn Freivorbauwagen arbeiten dabei gleichzeitig an mehreren Pfeilern und überspannen Brückenfelder von bis zu 188 m. In jeweils 18 Betonierabschnitten pro Richtung wächst der Überbau Schritt für Schritt von den Pfeilern in die freien Spannweiten, bis sich die Kragarme in Feldmitte treffen und das Tragwerk schließen.

Digital geplant. Sicher umgesetzt

Mit modellbasierter 3D-Planung, digitalen Bauablaufsimulationen und technischer Betreuung vor Ort begleitet Doka das Projekt über alle Bauphasen hinweg – vom ersten Pfeilertakt bis zum letzten Freivorbausegment.


Testimonal Portrait

Jan Wędzicha | Leiter Brückenbau | Intercor

„Aufgrund der Höhe, der Geometrie und des begrenzten Montageplatzes beim ES-26 war eine frühzeitige 3D-Modellierung entscheidend. Mithilfe der Visualisierung der Bauabläufe konnten wir die Kletter- und Freivorbauarbeiten über die gesamte Projektlaufzeit hinweg sicher und effizient koordinieren."


Mit der Fertigstellung der Schnellstraße S19 wird eine zentrale Nord-Süd-Verbindung in Polen weiter ausgebaut. Sie verbessert die Verkehrsverbindungen und stärkt die Anbindung zwischen Nord- und Südeuropa.


Projektdaten

Jahr der Fertigstellung
2027
Projektdauer
2024–2027

Land
Polen

Stadt
Babica
Auftragnehmer
Intercor Sp. z o.o.

Gebäudedaten

Bauweise
Überführung
Pfeilerhöhe
bis zu 66 m

Bauart / Segmentierung
Pfeiler, Hammerkopf, Freivorbau

Gesamtlänge
1.150 m
Max. Spannweite
188 m