Illustration: Femern A/S

Die Feste Fehmarnbeltquerung ist ein wichtiger Beitrag zur Verkehrswende in Europa. Der knapp 18 km lange Tunnel, ausgeführt vom Generalunternehmer FLC (Femern Link Contractors), führt von Rødbyhavn auf Lolland in Dänemark nach Puttgarden auf Fehmarn in Deutschland. Mit dem Bau des Fehmarnbelt-Tunnels entsteht ein grüner Verkehrskorridor, der Skandinavien mit dem restlichen Europa verbindet – auf Straße und auf Schiene. Der Bau erfolgt zu Wasser und zu Land.
Das Team der Doka zeichnet sich für die Schalungsplanung und -arbeiten der Tunneleingänge und Rampen sowohl auf deutscher, als auch dänischer Seite verantwortlich. Der Fehmarnbelt-Tunnel wird nach Fertigstellung eine zweispurige Autobahn in jede Richtung und eine zweigleisige Bahnstrecke für elektrische Züge umfassen. Zudem wird es eine sogenannte Wartungsgalerie geben.
600 m Tunnelportal in Puttgarden und 260 m Tunnelportal in Rødbyhavn jeweils mit 5 Röhren, umgesetzt mit dem Traggerüst SL-1, Trägerschalung Top 50 & Rahmenschalung Framax Xlife
Die beiden Tunnelportale werden in offener, aufgelöster Bauweise erstellt. Hierbei fügen sich die 20 Meter langen Tunnelsegmente wie Puzzleteile mithilfe von fünf aus dem Traggerüst SL-1 bestehenden Tunnelschalwagen zusammen: Zuerst wird die Bodenplatte der vier Tunnelröhren sowie der Wartungsgalerie gegossen, danach wachsen die vorlaufenden Wände in die Höhe. Schlussendlich wird die Decke fertig gestellt.
Erste statische Berechnungen zeigten, dass für die Herstellung der geneigten Nischen der Fertigteil-Tunnelelemente eine hohe Anzahl an Ankerstäben erforderlich sein würde. Durch das Monitoring der Ankerlasten an ausgewählten Messpunkten mit DokaXact Load Sensoren konnten während des Betonierens Echtzeitdaten erfasst werden. Diese ermöglichten es unserem Kunden Femern Link Contractors (FLC), die tatsächlich benötigte Anzahl der Ankerstäbe zu optimieren – und dadurch bei den nächsten Tunnelelementen wertvolle Zeit und Kosten zu sparen.
Gebäudetyp
Tunnelportale und Rampen
Herausforderung
Lösung
Das erfahrende Team der Doka-Schalungsvormontage übernimmt die sichere und fachgerechte Montage des gesamten Schalungsmaterials in Puttgarden auf Fehmarn, auf dänischer Seite überwachen Doka Richtmeister die fachgerechte Montage der von Doka bereitgestellten Schalungslösungen. Dabei mussten 1.400 to Schalungsmaterial für fünf SL-1 Tunnelschalwagen, davon ein Monoleg-Schalwagen, Schalung für Rampenwände, sowie für verschiedene Bauwerke und landseitige Bauarbeiten auf jeder Seite jongliert werden. Im Doka Fertigservice vormontierte Schalungseinheiten und maßgeschneiderte Sonderlösungen garantieren höchste Präzision und einen sicheren, kostenoptimierten Baufortschritt.
Für die Herstellung der Standard-Tunnelelemente verfolgte FLC das Ziel, die Anzahl der Ankerstäbe in den Nischenbereichen zu optimieren. Zu diesem Zweck installierte das Baustellenteam 53 DokaXact Load-Sensoren an der geneigten Schalung. Während des Betonierprozesses lieferten die Sensoren Echtzeitdaten zu den tatsächlich auftretenden Lasten. Auf Basis der zuverlässigen DokaXact-Daten kann FLC fundierte Entscheidungen zur Optimierung der Ankerstäbe treffen und dadurch bei den kommenden Tunnelelementen Zeit und Kosten einsparen.
"Bei einem Projekt dieser Größenordnung, das über Landesgrenzen hinweg geht, ist professionelles Projektmanagement entscheidend für eine lösungsorientierte und konstruktive Zusammenarbeit. Nur so können wir unseren Kunden als verlässlicher Partner zur Seite stehen und unser gemeinsames Ziel – das größte Infrastrukturprojekt Nordeuropas – erfolgreich umsetzen."
„DokaXact ist das einzige Monitoringsystem auf dem Markt, das uns die tatsächlichen Lasten auf den Ankerstäben liefert. Alle Messdaten werden in der DokaXact-Software gespeichert, sodass ich sie jederzeit einfach auswerten und unkompliziert mit anderen teilen kann.“
Jahr der Fertigstellung
2029
Projektdauer
2023-2029
Land
Deutschland / Dänemark
Auftragnehmer
Femern Link Contractors (FLC), bestehend aus VINCI Constructions Grands Projets (Frankreich), Aarsleff (Dänemark), Max Bögl Stiftung & CO KG (Deutschland), BAM Infra B.V (Niederlande), BAM International B.V (Niederlande), Wayss & Freytag Ingenieurbau AG (Deutschland), Solétanche-Bachy International S.A.S (Frankreich), CFE SA (Belgien), Dredging International NV (Belgien).
Baumethode
offene, aufgelöste Bauweise
Abschnittslänge
20m
Bauelement
Tunnelportale und Rampen
Gesamtlänge
600 m Tunnelportal in Puttgarden, 260m Tunnelportal in Rødbyhavn

